Entertainment wird mobil: Fernsehen auf Tablet und Co.

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Die Geschichte des Fernsehens reicht in Deutschland bis in das Jahr 1952 zurück. Am ersten Weihnachtstag nahm damals der Nordwestdeutsche Rundfunk von einem Bunker aus den Sendebetrieb auf. Nur drei Stunden täglich konnten die Zuschauer damals in den Genuss der bewegten Bilder kommen. Später wurde das Fernsehen ein Massenmedium. Heute ist es nicht länger an das TV-Gerät gebunden, es ist auch mobil auf Geräten wie Tablets und Smartphones erhältlich.

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Wann genau die ersten bewegten Bilder übertragen wurden, lässt sich nicht genau sagen. Man geht davon aus, dass es irgendwann im Jahr 1924 war. In diesem Jahr erwarb August Karolus, ein Elektrotechniker und Physiker aus Leipzig, ein besonderes Patent, nämlich zur Lichtsteuerung bei der Fernsehbildübertragung.
 
Der Grundstein für die mechanische Bildübertragung wurde weitaus früher im Jahr 1884 gelegt. Paul Nipkow entwickelte eine Scheibe, die Bilder zerlegen und wieder zusammensetzen konnte. Zu jenem Zeitpunkt konnte man mit einer solchen Technologie herzlich wenig anfangen. Erst in den 20er Jahren des darauffolgenden Jahrhunderts wurden Patente für Fernsehsysteme angemeldet. 1928 wurde schließlich der erste Fernseher auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt.

24 Bilder pro Sekunde: Ein Standard, der viele Jahre überlebt

 
Bereits damals war klar, dass zur Übertragung der bewegten Bilder eine schnelle Aufeinanderfolge der Bilder wichtig war. Da das Filmmaterial noch teuer war, einigte man sich auf 24 beziehungsweise 25 Bilder pro Sekunde (Filme, Fernsehen). Dieser Standard ist ausreichend, damit die Bilder für den Betrachter zu einer fortlaufenden Bewegung verschmelzen. Leider hat sich an dem Standard bis heute nichts geändert, obwohl höhere Übertragungsgeschwindigkeiten möglich sind. So versuchte der Regisseur Peter Jackson mit seinem Film „Der Hobbit€“ einen neuen Standard mit 48 Bildern pro Sekunde durchzusetzen. Dieser kam bei den Zuschauern allerdings nicht gut an, da für sie die Bewegungen zu flüssig aussahen. Der Grund dafür ist schlichtweg, dass sich die Menschen an die bisherige ܜbertragungsgeschwindigkeit gewöhnt haben. Eine Veränderung wird es nur dann geben, wenn sich die gesamte Industrie auf einen neuen Standard einigt und diesen konsequent durchsetzt.Bilder in Farbe: Die erste Revolution im Fernsehen

 
Ein großer Meilenstein der Fernsehgeschichte war die Einführung des Farbfernsehens. Bis zum Jahr 1967 waren alle Bilder Schwarz-Weiß. Willi Brandt startete das Farbfernsehen am 25. August 1967 während der Internationalen Funkausstellung, wiedermal in Berlin. In den nachfolgenden Jahren entwickelte sich die Fernsehindustrie zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor der BRD. Das Gerät selbst wurde zu einem Massenprodukt. Bereits 1975 betrug die Fernsehdichte 93 Prozent.Privatfernsehen: Konkurrenz für staatliche Sender

 
In den 1980er Jahren folgte ein weiterer Meilenstein: Das kommerzielle Fernsehen feierte 1984 seinen Einstieg in die Medienwelt. Sender wie Sat.1 und RTL gingen erstmals auf Sendung. Später folgten weitere private Sender wie Vox, ProSieben und RTL 2, die mit den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ZDF und ARD konkurrierten. Neu war für den Zuschauer die regelmäßige Werbeunterbrechung, da sich die privaten Sender über Werbung finanzieren.Fernsehen wird mobil: Die Lieblingssender sind überall zu sehen

 
Nachdem die analogen ܜbertragungswege beginnend mit dem 21. Jahrhundert digitalisiert wurden, kam mit der Verbreitung des Internets der größte Meilenstein für das Fernsehen: Es ist nicht länger an das TV-Gerät im deutschen Wohnzimmer gebunden. Fernsehen ist heute praktisch überall möglich. Viele TV-Sender bieten ihre Inhalte bereits kostenlos auf ihrer Webseite an, damit ihre Zuschauer wichtige Sendungen nachträglich ansehen können. Abseits dieser Inhalte ist es aber auch möglich, das klassische TV-Programm auf anderen Geräten anzusehen, auf einem Smartphone oder Tablet zum Beispiel.
 
Um in den Genuss des mobilen Fernsehens zu kommen, benötigt man ein Smartphone oder Tablet. Letzteres ist empfehlenswerter, da der Bildschirm entsprechend größer ist. Ein Blick in die Angebote wie zum Beispiel bei arlt.com gibt eine große Auswahl an Tablets preis. Ein Großteil der dort erhältlichen Tablets läuft mit dem Betriebssystem Android, die iPads von Apple haben ihr eigenes Betriebssystem, iOS genannt.
 
Für den Empfang des Fernsehens gibt es an dieser Stelle mehrere Varianten: Einige TV-Sender bieten eigene Apps an, mit denen man die Inhalte auf sein Gerät streamen kann. Aus rechtlichen Gründen ist der Empfang in der Regel nur in Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz möglich. Deutsche Urlauber können ihren Lieblingssender also nicht im Urlaub im Ausland empfangen.
 
Die Alternative zu den zahlreichen Apps ist ein Komplettangebot, welches aktuell von zwei großen Unternehmen angeboten wird:
 
1. Zattoo: Das Unternehmen nahm zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 den Betrieb mit vier Schweizer Fernsehkanälen auf. Inzwischen ist das IPTV-Angebot von Zattoo auf viele weitere Sender angewachsen. Mehr als 85 Sender sind empfangbar, davon strahlen 25 in HD aus. Das komplette Angebot ist nur mit einem kostenpflichtigen Abo empfangbar, es gibt allerdings auch ein kostenloses Abo.
 
2. Magine: Der größte Konkurrent von Zattoo ist das 2013 gestartete Angebot von Magine TV. In Deutschland ist Magine derzeit mit unter anderem 48 Free-TV- sowie fünf Pay-TV-Sendern vertreten. Insgesamt umfasst das Angebot mehr als 70 Sender.
 
Sowohl Zattoo als auch Magine bieten derzeit das beste mobile Fernsehen, da sie mehrere Sender in einer Applikation vereinen. [ps]

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