Es geht weiter: Zweite Staffel „Babylon Berlin“ startet

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Die Zwischenbilanz bei „Babylon Berlin“ fällt durchweg positiv aus. Besonders die über dem Maße vielen Online-Abrufe stechen ins Auge. An diesem Donnerstag startet die zweite Staffel.

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Bei „Babylon Berlin“ startet die zweite Halbzeit. Von den 16 Folgen, die auf Volker Kutschers 2008 erschienenem Bestseller „Der nasse Fisch“ basieren, waren schon acht im Ersten zu sehen, Im Ersten geht es nun am heutigen Donnerstag, 18. Oktober, um 20.15 Uhr mit den Folgen 9 und 10 weiter: Überraschend erscheint Helga Rath, die Schwägerin von Gereon, mit ihrem Sohn Moritz in Berlin.

Aus ARD-Sicht ist „Babylon Berlin“ ausgesprochen erfolgreich angelaufen – obwohl die Serie streng genommen eine Wiederholung ist. Denn sie war 2017 bereits komplett beim Abo-Sender Sky zu sehen. Und mancher Skeptiker war sicher, das könne nicht gut gehen, wenn sie erst deutlich später ins öffentlich-rechtliche Fernsehen kommt. Dabei ist sie für die ARD „das TV-Ereignis des Jahres“.

Die Serie über Gereon Rath (Volker Bruch), der 1929 aus Köln nach Berlin zunächst ins Sittendezernat versetzt wird, hat schon Sky als großen Erfolg verbucht. Pro Folge hatte „Babylon Berlin» bei dem Pay-TV-Sender um die 570.000 Zuschauer. Bessere Werte hatte Sky bis dahin nur bei der 7. Staffel von „Game of Thrones“. Doch wer befürchtet hatte, das Thema sei damit durch, wurde nun eines Besseren belehrt. Die Zuschauerzahlen stimmen – obwohl die facettenreiche Geschichte auf der Langstrecke erzählt wird, also nichts für Krimifans ist, die schnell den Mörder präsentiert bekommen wollen.

Zum Auftakt, als das Erste Ende September gleich drei Folgen am Stück auf dem „Tatort“-Sendeplatz am Sonntagabend zeigte, waren im Schnitt 7,83 Millionen Zuschauer dabei. Einen fulminanten Start nannte das ARD-Programmdirektor Volker Herres. Im Durchschnitt hatten die bisherigen acht Folgen 5,99 Millionen Zuschauer – und das nur im klassischen Fernsehen. Denn auch online wird „Babylon Berlin“ stark nachgefragt. 4,72 Millionen Abrufe sprechen eine deutliche Sprache.

Komplexe Erzählweise tut dem Erfolg keinen Abbruch

Mit Darstellern wie Liv Lisa Fries, Peter Kurth, Lars Eidinger, Jördis Triebel, Fritzi Haberlandt, Hannah Herzsprung und Benno Fürmann ist die Serie auch prominent besetzt. Allerdings verlangt die Serie den Zuschauern einiges ab: Nicht nur, weil sie über 16 Folgen lang dranbleiben müssen, auch weil sie nicht einfach eine Kriminalgeschichte ist: Immer wieder scheinen die politischen Auseinandersetzungen in der Spätphase der Weimarer Republik durch. Und Gereon Rath erkundet in Berlin ausgiebig auch die Subkulturszene der Hauptstadt mit ihren Kneipen und angesagten Clubs.

Komplex ist allerdings auch der Ausstrahlungsrhythmus. Gab es zunächst an einem Sonntag drei Folgen, dann weitere drei an einem Donnerstag, am nächsten Donnerstag dann zwei – danach kommt in der zweiten Hälfte donnerstags immer eine Doppelfolge. „Das Sendeschema ist natürlich eine Herausforderung an die Zeitplanung der Menschen“, erläutert Joan Bleicher von der Uni Hamburg. „Gerade an Werktagen werden Sendungen ab 22 Uhr von vielen nicht mehr gesehen.“ Das erklärt die Rekordzahl bei den Videoabrufen: Für die ersten acht Folgen waren es bis einschließlich Montag knapp 5 Millionen.

Sicher ist schon jetzt, dass es nach Ende der zweiten Staffel noch weiter geht. Drehstart für die dritte Staffel soll im Spätherbst sein, voraussichtlich im November. Das Drehbuch für die neuen Folgen, um das sich wie gehabt die Regisseure und Autoren Tom Tykwer, Henk Handloegten und Achim von Borries kümmern, lehnt sich an Volker Kutschers zweiten Gereon-Rath-Roman „Der stumme Tod“ an.

Für Christine Strobl, Geschäftsführerin von ARD Degeto, muss auch das noch nicht das Ende sein. Zu verfilmen gäbe es noch genug: Der Kölner Bestsellerautor Volker Kutscher hat bereits sieben Gereon-Rath-Krimis geschrieben, der letzte davon erscheint im November. Und Kutscher hat angekündigt, er wolle noch mindestens drei weitere Bände schreiben. Daraus ließen sich noch viele „Babylon Berlin“-Staffeln machen. Jetzt geht es aber erst einmal mit der zweiten Staffel im Free-TV weiter. [dpa/bey]

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1 Kommentare im Forum

  1. Dank MediathekView ist mir der Ausstrahlungsrhytmus egal ;-) Aber irgendwie bin ich nach einer Folge auch "satt". Mit Mühe und Not die 8 Folgen nun durch ...
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