Euroforum „IPTV“ startet heute in Köln

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Köln – Das Internet als neuer Übertragungsweg für TV-Programme soll dem herkömmlichen Fernsehen endlich auch in Deutschland Konkurrenz machen. In Frankreich und Belgien ist man hier schon einen guten Schritt weiter – Grund für die Euroforum-Konferenz „IPTV“ alle Partner an einen Tisch zu bringen.

Die am heutigen Montag beginnende zweitägige Konferenz stellt sich die Frage, wie die Vorteile von IPTV am besten zur Geltung kommen. DIGITAL FERNSEHEN ist für unsere Leser vor Ort und wird Sie über die neusten Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Studien zufolge zahlt sich langfristig IPTV für die Sender aus, kurzfristige Gewinne sollten allerdings nicht erwartet werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, den Weg in die Haushalte zu finden. Zum Einen können die Programmveranstalter ihr Programm auf den PC-Bildschirm streamen, zum anderen besteht die Möglichkeit des IPTV im engeren Sinne: Der TV-Empfang über eine Set-Top-Box ohne Qualitätseinbußen.
 
Immer mehr Unternehmen wagen vor allem das Geschäft mit dem Internetfernsehen am PC-Bildschirm. So zum Beispiel die BBC mit Ihrem iPlayer, über den das BBC-Programm der vergangenen sieben Tage über den Rechner angesehen werden kann. Die Bedeutung des On Demand Services für die BBC und die ersten Erfahrungen mit dem iPlayer wird Harald Greiner (Siemens IT Solutions and Services) auf der Euroforum-Konferenz „IPTV“ vorstellen.
 
Indes hat die Swisscom zuletzt beschlossen, ihr IPTV-Starterpaket „Bluewin TV light“ einzustellen. Ferner plant das Unternehmen die TV-Sendungen nur noch über das Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL zu übertragen, um ein qualitativ hochwertiges Bild zu erhalten. Isabella Kosch von der Swisscom wird aus erster Hand über die Entwicklung von Bluewin TV für den Schweizer Markt sprechen und die Reaktion auf den Launch von Bluewin TV vorstellen.
 
Ob IPTV Boom oder Bust ist, wird Guido Baumhauer in seinem Vortrag „Deutsche Welle: IPTV und die weltweite Multiplattform-Strategie“ erläutern und einen Blick auf die internationalen Märkte werfen. Interaktives Fernsehen in Deutschland und Spanien vergleicht Andreas Karanas von Telefónica, während Philippe Hendrickx das belgische IPTV-Format „Belgacom TV“ vorstellt. Der Belgacom-Manager nennt die Schlüsselfaktoren für erfolgreiches IPTV und geht auf geeigneten Content ein.
 
In Belgien ist IPTV bereits ein Renner. Schon Ende September 2006 konnte der belgische Betreiber bereits 102 971 Teilnehmer für sein IPTV-Angebot verbuchen. Geplant waren 100 000 für Ende 2006. Wie sich die IPTV-Angebote auf demfranzösischen Markt voneinander unterscheiden erläutert Philippe Bailly (Les Noveaux Paysages Audiovisuelles).
 
Nach den ersten Erfolgen beginnen sich natürlich auch viele Investoren zunehmend mit dem IPTV-Markt auseinanderzusetzen. Was sie dabei besonders interessiert und wohin die Investitionen fließen, stellt Falk Müller-Veerse von der Cartagena Capital vor.
 
Nicht vernachlässigt werden darf das Thema Medienrecht – was die BBC bereits 2003 spüren musste, als die als iMP-Player (Integrated Media Player) gestartete IPTV-Version wegen Problemen mit dem Urheberrecht gestoppt werden musste. Welche medienrechtlichen Anforderungen sich für IPTV-Veranstalter ergeben und welche urheberrechtlichen Entwicklungen für IPTV relevant sind, erklärt Dr. Ralf Weisser (Mc Dermott Will & Emery, Rechtsanwälte Steuerberater).
 
IPTV und Internetfernsehen am PC ermöglichen eine völlig neue Form des Fernsehens, weil man hier über einen Rückkanal verfügt und das Internets einbezogen werden kann. Die Nutzung des Rückkanals für Shopping-Angebote dürfte hier nur der Anfang sein: Mit IPTV könnte die Vision des interaktiven TV-Zuschauers zur Realität werden – die technische Basis ist zumindest gelegt. Mehr über die Konzepte und das Angebot lesen Sie hier bei DIGITAL FERNSEHEN. [lf]

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