Facebook-Abstimmung zu Richtlinien scheitert an Beteiligung

20
11
Bild: © Victoria - Fotolia.com
Bild: © Victoria - Fotolia.com
Anzeige

Die Facebook-Abstimmung über neue Regeln für Nutzung und Datenschutz ist wie erwartet an der hohen Beteiligungshürde gescheitert.

Bis Ablauf der Wochenfrist am Freitagabend gaben nur 342 632 Facebook-Mitglieder ihre Stimme ab. Damit das Abstimmungsergebnis für das Online-Netzwerk bindend wäre, hätten es rund 270 Millionen sein müssen – 30 Prozent der aktiven Nutzer.
Nun hat das Votum für Facebook nur eine beratende Wirkung und das Netzwerk könnte die geplanten Regeländerungen im Prinzip in Kraft setzen. Dabei gab es unter den Teilnehmern der Abstimmung eine überwältigende Ablehnung der neuen Richtlinien: Nur 44 749 stimmten dafür, 297 883 dagegen.

Die Abstimmung wurde eingeleitet, nachdem mehr als 7000 Nutzer Kommentare zu den Mitte Mai veröffentlichten Änderungsvorschlägen an der Richtlinie zur Datenverwendung abgegeben hatten. Für die Abstimmung richtete Facebook einen speziellen Bereich auf seiner Website ein. Facebooks Entwurf für die Datenschutz-Richtlinie sieht neben zahlreichen Erläuterungen und Präzisierungen unter anderem auch vor, dass einige Daten länger als bisher aufgehoben werden können.
Facebook kündigte bereits an, das Verfahren zur Beteiligung der Nutzer erneuern zu wollen. Die 30-Prozent-Regelung stammt noch aus einer Zeit, da das Netzwerk deutlich weniger Mitglieder hatte. Deutsche Datenschützer hatten die Abstimmung unter anderem angesichts der hohen Beteiligungshürde als Farce kritisiert.

[dpa]

Bildquelle:

  • Technik_Web_Artikelbild: © Victoria - Fotolia.com

20 Kommentare im Forum

  1. AW: Facebook-Abstimmung zu Richtlinien scheitert an Beteiligung wo war die denn zu finden die Abstimmung ? ich hatte weder nen Hinweis darauf noch irgend ne Aufforderung über irgend etwas abzustimmen, kein Wunder das da kaum jemand mitgemacht hat.
  2. AW: Facebook-Abstimmung zu Richtlinien scheitert an Beteiligung Wobei ja schon die Defintion des aktiven Nutzers bei Facebook eine Sache ist, die man durchaus kritisch sehen kann. Schließlich sorgt Facebook schon selbst dafür, dass Leute, die angemeldet sind, sich einloggen, indem zum Beispiel Hinweise auf versäumte Benachrichtigen verschickt werden. So jemanden als aktiven Nutzer zu führen, ist schon recht gewagt. Strotti
  3. AW: Facebook-Abstimmung zu Richtlinien scheitert an Beteiligung Mein Account lag auch schon über ein Jahr brach aber eine solche Locknachricht hab ich noch nicht bekommen. Das war allerdings bei myspace und lokalisten der Fall. Aber zu dem Thema, um das es hier geht, denke ich, dass es auch gar nicht gewollt war, dass die Nutzer ein gewisses Mitbestimmungsrecht erhalten. Darum gab es auch nirgends Hinweise. Ich hab auch nur durch Zufall davon erfahren.
Alle Kommentare 20 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum