Facebook will gegen Fake-News vorgehen

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Facebook will künftig stärker gegen Fake-News vorgehen. Das soziale Netzwerk stand heftig in der Kritik wegen seiner Rolle im US-Wahlkampf, wo über Facebook erfundene Nachrichten verbreitet wurden.

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Facebook will nach massiver Kritik an seiner Rolle im US-Wahlkampf schärfer gegen die Ausbreitung erfundener Nachrichten ankämpfen. Unter anderem solle es einfacher werden, sogenannte Fake News zu melden, kündigte das weltgrößte Online-Netzwerk am Donnerstag an. Außerdem werde man mit externen Fakten-Check-Spezialisten zusammenarbeiten.

Auch die Algorithmen, die darüber entscheiden, welche Artikel im Newsfeed der Mitglieder auftauchen, sollen angepasst werden. Wenn ein Beitrag von Nutzern nicht geteilt wird, nachdem sie ihn gelesen haben, könne das als Warnsignal in die Gewichtung einfließen, erläuterte der zuständige Facebook-Manager Adam Mosseri in einem Blogeintrag.
 
Schließlich wolle Facebook konsequenter die Einnahmenquellen der Autoren gefälschter Nachrichten austrocknen. Im US-Wahlkampf sollen einige ein gutes Geschäft damit gemacht haben, aufsehenerregende Nachrichten zu erfinden: Sie wurden von Nutzern angesehen und weiterverbreitet – und die dabei angezeigte Werbung ließ bei den Autoren die Kassen klingeln. Mosseri schrieb, man sehe sich die Publisher an, um zu prüfen, ob ein Eingreifen des Online-Netzwerks notwendig sei.
 
Im Wahlkampf hatten sich vor allem „Fake News“zu Gunsten des künftigen Präsidenten Donald Trump erfolgreich bei Facebook weiterverbreitet. Dazu gehörte zum Beispiel die erfundene Nachricht, dass Papst Franziskus ihm seine Unterstützung ausgesprochen habe. Kritiker warfen Facebook vor, dass es damit möglich geworden sei, das Wahlergebnis durch Lügen für Trump zu beeinflussen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg bestritt, dass „Fake News“ die Wahl entschieden hätten. [dpa/kw]

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28 Kommentare im Forum

  1. wenn so eine olle schrulle, die sich für die besitzerin von deutschland hält, sagt: "mit mir wird es keine maut geben," ist das dann postfaktisch, fake news oder einfach nur eine lüge?
  2. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch nach den Wahlen gilt. Und wir müssen damit rechnen, dass das sich in verschiedenen Weisen wiederholen kann. ... --- --- --- MultiKulti ist gescheitert ... --- --- --- Dass die multikulturelle Gesellschaft keine lebensfähige Form des Zusammenlebens ist. Und das glaube ich auch! ...
  3. Gesetze zum Kampf gegen die freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit bzw. Freiheit der Berichterstattung wird mit dem Begriff "Fakenews" ganz schnell in wenigen Tage und Wochen als Gesetz durchgeboxt von den Politverbrechern. Gleiches auch mit dem Zwang zur Selbstjustiz mittels "Selbstregulierung" und Selbstzensur, wenn es unangenehme Meinungen geht, die dann mal eben als Hasspostings bezeichnet werden. Dazu kommt noch das kürzlich ergangene Urteil mit der Haftung für fremde Inhalte, wenn man einen Hyperlink (URL) auf eine andere Seite macht. Alle drei Unterdrückungsinstrumente dienen der massiven staatlich verordneten Meinungsmanipulation durch Verbreitung von Angst und Zerstörung von Artikel 5 GG.
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