Geplanter Verschleiß: Millionenstrafen für Apple und Samsung

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Apple und Samsung müssen in Italien tief in die Tasche greifen. Der Grund: Die Konzerne sollen die Leistung ihrer Geräte gezielt runter gestuft haben.

Die italienische Kartellbehörde bittet Apple und Samsung zur Kasse. Die Institution will Beträge in Millionenhöhe von den Konzernen einsammeln. Dahinter steckt der Verdacht, dass Apple und Samsung  ganz gezielt bei älteren Geräten die Leistung gedrosselt haben sollen, schreibt „Spiegel Online“.

Samsung muss demnach fünf Millionen Euro Strafe zahlen, Apple wurde sogar zur Zahlung von zehn Millionen verurteilt. So teilt es die Kartellbehörde in Rom mit. Aber nicht nur in Italien beklagten sich im Vorfeld Nutzer über die nachlassende Leistung älterer Smartphones, weltweit wurden Beschwerden laut. Ermittlungen sollen in Folge ergeben haben, dass sich Apple und Samsung „unlauterer Geschäftspraktiken“ schuldig gemacht haben.
 
Wie aus Rom bekannt gegeben wird, folgten auf Updates von Betriebssystemen „schwerwiegende Fehlfunktionen“ und „reduzierten die Leistung deutlich“. Dies sollen die Konzerne mit Absicht in die Wege geleitet haben, damit die Kunden sich schneller wieder neue Geräte kaufen. Warum muss aber Apple doppelt so viel Strafe zahlen wie Samsung? Laut italienischer Kartellbehörde habe das Unternehmen seine Kunden nicht ausreichend über die Leistungsfähigkeit der Smartphone-Akkus aufgeklärt. 
 
Auch in Frankreich laufen bereits Ermittlungen und in den USA wartet eine Sammelklage auf Apple, berichtet „Spiegel Online“. [PMa]

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4 Kommentare im Forum

  1. Richtig so. Immer gut draufschlagen. Bis die Konzerne endlich einsehen, dass sie Gebrauchsgegenstände verkaufen, die möglichst lange halten sollen. Außerdem ist es ja auch eine Sache der Ressourcen.
  2. Liegt auch am Verbraucher. Wenn der solche Firmen oder Geräte mit der Poopritze ansehen würde, dann müsste man eine Strategie fahren, wo man wieder Vertrauen schaffen will, etwa durch Udpategarantien und leichte Reparaturfähigkeit. Und gerade im Bereich Smartphones herrscht ja ein Überangebot. Der versucht es... Motorola: iFixit vertreibt Reparatur-Kits mit Original-Ersatzteilen
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