IFA: ARD und ZDF testen derzeit IPTV

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Berlin – Ziel von ARD und ZDF ist es, sich auch für das Internetfernsehen „einen Free-TV-Korridor zu sichern.“

Dies sagte der Chefingenieur des WDR Oliver Werner im Rahmen einer Veranstaltung auf der IFA.

Weiterhin erklärte Werner, dass die Öffentlich-rechtlichen sich ein Jahr lang in einer Testphase befinden werden. Dabei stehen zunächst drei grundlegende Ziele im Vordergrund: Die Erprobung des neuen Verbreitungswegs, der Test der Nutzerakzeptanz und die technische Leistungsfähigkeit. „In der Theorie klingt alles immer vielversprechend, jetzt müssen wir aber sehen, was die Technologie praktisch zu leisten vermag“, dämpfte der WDR-Chefingenieur die Erwartungen.
 
Zuerst ginge es um die grundlegenden Dinge, die Bild- und Tonqualität sowie die Umschaltzeiten müsse man erst untersuchen, um einen störungsfreien Betrieb garantieren zu können. „Erst dann kann es in einem zweiten Schritt um das Ziel Interaktivität gehen“, so der WDR-Chefingenieur.
 
Der Rückkanal, den das Internet bietet und der auch in der Übertragungstechnik im Internetprotokoll-Standard eine große Rolle spielt, erlaubt theoretisch ein großes Angebot von neuen Programmformen. Dabei wird es kaum bei Shoppingangeboten oder Abstimmungen direkt über den Fernseher bleiben; Programmexperten rechnen damit, dass diese Technologie das Fernsehen grundlegend ändern wird.
 
Auf Nachfrage konnte DIGITAL FERNSEHEN dem Chefingenieur ein weiteres Detail entlocken: Die ARD hat mit der Telekom vereinbart, sukzessive alle regionalen Programmfenster von ARD und den Dritten Programmen auch über IPTV auszustrahlen. Damit wird es dann möglich sein, deutschlandweit auf alle ARD-Programmfenster zuzugreifen. [lf]

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