Iran will Kommunikationsprogramme auf Smartphones verbieten

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Die Internet-Paranoia im Iran geht in die nächste Runde. Nun plant der Leiter der Behörde für Internetkriminalität auch ein Verbot der im Iran äußerst beliebten Smartphone Kommunikationsprogramme Viber und Tango.

Da über Viber und Tango Informationen im Ausland landen könnten, seien diese beiden Programme für das Land eine große Gefahr und sollten daher verboten werden, sagte Abdolsamad Chorramabadi. Vor dem endgültigen Verbot von Viber und Tango solle jedoch noch an hiesigen Kommunikationsprogrammen als Alternativen gearbeitet werden, so Chorramabadi laut Nachrichtenagentur Mehr am Sonntag.

Die Regierung von Präsident Hassan Ruhani und besonders sein Kulturminister Ali Dschannati sind für eine Aufhebung der Internetnetzensur. Besonders sollten alle Iraner freien Zugang zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitterhaben. Das islamische Establishment wertet diese Netzwerke jedoch als Spionageapparate der USA und eine Mitgliedschaft als Sünde.
 
Dschannati bezeichnete die Einstellung der Behörden zu modernen Technologien als lächerlich. Besonders da Millionen von Iranern seit Jahren über einen Datentunnel (Virtual Private Network, VPN) auf alle verbotenen Seiten kommen. Allein Facebook und Twitter werden täglich von über 20 Millionen Mitgliedern im Iran benützt. [dpa]

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30 Kommentare im Forum

  1. AW: Iran will Kommunikationsprogramme auf Smartphones verbieten Gut so, nimmt ja auch langsam Überhand!
  2. AW: Iran will Kommunikationsprogramme auf Smartphones verbieten Die Iran-Paranoia aber auch. Wie oft die uns schon mit Atombomben bombardieren wollten....
  3. AW: Iran will Kommunikationsprogramme auf Smartphones verbieten Jupp, sehe ich ähnlich. Wie heißts so schön: Andere Länder, andere Sitten. Man und früher war wahrscheinlich deswegen manches gelassener, weil es hieß: Einmischung in die inneren Angelegenheiten (eines Landes), sind zu unterlassen. Heute will man überall "mitmischen/hineinquatschen" und wundert sich, wenn man sich unbeliebt macht. So viel Doffheit und Unverdrossenheit, gepaart mit Selbstherrlichkeit (im verstandenen westlichen Sinne), gab es, als es die Kommunisten noch gab nicht. Der westlichen Welt ist der Feind ausgegangen. Den sucht man nun ständig und vermutet hinter alles fremden und unbekannten den globalen Terrorrismus. Und allen voran der Weltpolizist (und seine Propaganda), dem seine "Schäflein" getreu folgen.
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