Joyn-Lockvogel „Dignity“ vorgestellt

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Die Sektengemeinschaft „Colonia Dignidad“ ein Ort des Grauens. Die neue Joyn-Serie „Dignity“ über die deutsche Kolonie in Chile wird im Dezember den Startschuss für die kostenpflichtige Variante der Streamingplattform darstellen.

Auf der weltgrößten TV-Messe Mipcom in Cannes stellten die Macher jetzt das Projekt in Anwesenheit der Hauptdarsteller vor. Im Dezember soll die Serie bei der neuen Plattform Joyn anlaufen. Das Schreckensregime, dass der Deutsche Klaus Schaefer mit Hilfe der chilenischen Militärdiktatur über Jahrzehnte aufrechterhalten konnte, steht im Zentrum der Geschichte.

Für Schauspieler Devid Striesow waren es wohl mit die bewegendsten Dreharbeiten seiner Karriere, denn die Produktion fand an den Originalschauplätzen statt. „Das Thema ist mir sehr nahe gegangen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Südfrankreich. „Für mich war das ein ähnliches Erlebnis wie der Besuch in Buchenwald als Zwölfjähriger.“ Striesow spielt einen engen Mitarbeiter Schaefers.

Schaefer wiederum wird vom ehemaligen Bond-Schurken Götz Otto („Der Morgen stirbt nie“) verkörpert. „Das war bisher einer der bedrohlichsten Bösewichter, die ich gespielt habe“, bekannte der 52-Jährige. Auch er empfand die Arbeit am Originalschauplatz als „surreal“. Denn noch immer leben dort einige der Opfer des deutschen Sektenführers.

Neben Otto und Striesow sind unter anderem Jennifer Ulrich („Die Welle“) sowie Martina Klier („La Vacanza“) zu sehen. Die insgesamt acht Folgen werden von Dezember an auf der deutschen ProSiebenSat.1-Streamingplattform Joyn ausgestrahlt, die im Juni gestartet ist.

Joyn-Chefin Katja Hofem betonte, dass die Serie wichtiger Auftakt für künftige kostenpflichtige Inhalte der Plattform sei. Bisher kann das Angebot von Joyn kostenfrei abgerufen werden. Aktuell sollen auf der Mipcom noch weitere Käufer für die deutsch-chilenische Koproduktion gefunden werden. „Diese Einnahmen“, so Hofem, „sind für solche aufwendigen Serien zur Finanzierung unerlässlich.“

Sie plant, pro Jahr fünf solcher hochwertigen Serien herstellen zu lassen. Die Mipcom in Südfrankreich läuft noch bis Donnerstag. [dpa/bey]

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