Kein Bock auf Piraterie – Jugend lieber legal unterwegs im Netz

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Nach drei Jahren hat das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) wieder einen Anzeiger für geistiges Eigentum und Jugend 2019 herausgebracht. Der Trend geht dabei immer mehr hin zum legalen Streaming.

Immer mehr junge Menschen lehnen illegale Quellen im Internet ab: Über die Hälfte (51 Prozent) der 15- bis 24-Jährigen in Europa geben an, dass sie in den vergangenen 12 Monaten keine Inhalte aus illegalen Quellen verwendet, gespielt, heruntergeladen oder gestreamt haben. Vor drei Jahren waren es nur 40 Prozent.

Der Anstieg könnte darauf zurückzuführen sein, dass es eine größere Vielfalt von Streaminganbietern gibt und es eine Vielzahl von Einstiegspreisen gibt. In diesem Jahr gaben 22 Prozent der Befragten an, für Streaming zu bezahlen, wenn es erschwinglich ist. Vor drei Jahren waren es noch neun Prozent.

Und trotzdem ist der Prozentsatz derjenigen, die bewusst illegale Quellen digitaler Inhalte wie Musik, Filme, Serien und Spiele nutzen, nur um 4 Prozent zurück gegangen. In diesem Jahr gaben 21 Prozent an, solche Quellen zu nutzen, vor drei Jahren waren es noch 25 Prozent.

Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Während in Belgien 31 Prozent der Befragten bewusst illegale Quellen benutz haben, waren es in Deutschland nur 13 Prozent. Dazwischen liegen Spanien mit 29 Prozent, Frankreich mit 24 und Italien mit 21 Prozent.

Nicht unbeding ein ausgeprägtes Unrechtsbewusstsein, sondern eher die Angst vor Viren und Kreditkartendaten-Diebstahl sind für die meisten Jugendlichen der Anlass, illegale Quellen zu meiden.

Überlegungen beispielsweise zu dem Risiko, dass Kreditkartendaten gestohlen oder persönliche Geräte mit Viren infiziert werden, sind für junge Menschen Gründe, nicht auf digitale Inhalte aus illegalen Quellen zuzugreifen.

Allerdings hat sich die Zahl der Jugendlichen vergrößert, die gefälschte Waren wie Kleidung, Accessoires oder Schuhe im Internet kaufen. Das Haupt-Kaufargument bleibt dabei nach wie vor der Preis.

13 Prozent der befragten jungen Menschen gaben an, in den letzten 12 Monaten bewusst Fälschungen gekauft zu haben, vor drei Jahren war es ein Prozent weniger. Hier ist die Spanne zwischen den einzelnen Ländern nicht ganz so groß. Bei Spitzenreiter Spanien waren es hier 16 Prozent, bei den Deutschen elf Prozent der Befragten.[jrk]

Bildquelle:

  • Streaming-Internet-TV: © Victoria - Fotolia.com

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