KEK nimmt IPTV-Bundesliga der Telekom unter die Lupe

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Potsdam -Vor dem Hintergrund der verfassungsrechtlich festgelegten Staatsferne befasst sich derzeit die Medienaufsicht KEK mit demBundesliga-Programm der Deutschen Telekom, das diese über ihr VDSL-Netz überträgt.

Wenn die zu 31 Prozent noch in Staatsbesitz befindliche Telekom nicht nur die technische Plattform stellt, sondern auch die redaktionelle Verantwortung dafür hat, bräuchte diese eine Sendelizenz, berichtete das Handelsblatt am Dienstag.

Laut Grundgesetz darf der Staat aber nicht an Rundfunkunternehmen beteiligt sein.Die Deutsche Telekom besitzt die Internet-Rechte an der Bundesliga für drei Jahre, während der Pay-TV-Sender Premiere die Sendung produziert. Daher hatte die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten Mitte Juli entschieden, dass die Telekom keine eigene Sendelizenz braucht (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Allerdings behaupten kritische Stimmen, dass der von der Telekom als Kommentator engagierte Franz Beckenbauer auch inhaltlich in das Programm eingreife.
 
Die Die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) wolle darüber demnächst eine Entscheidung treffen. Ihre Entscheidung sei als Hinweis für die Landesmedienanstalten zu verstehen, bei denen die Kompetenz über die Sendelizenz-Vergabe liege.
 
Bild: Deutsche Telekom AG[sch]

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