Kim Dotcom – bereit für den zweiten Streich

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Mit Megaupload hat Kim Dotcom eine der weltweit meistgenutzten Webseiten geschaffen – die Anfang des Jahres von der US-Regierung wegen dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzung vom Netz genommen wurde. Trotz des dazu noch laufenden Verfahrens plant er nun schon seine nächste große Website. Der Code dazu sei zu 90 Prozent fertig.

Das teilte Kim Dotcom, der eigentlich Kim Schmitz heißt und in Deutschland geboren wurde, am Samstag über Twitter mit. Demnach sei der Code für die neue Mega-Seite zu 90 Prozent fertig geschrieben und die Server seien auch schon bestellt. Zudem seien alle benötigten Partner, Investoren und Anwälte an Bord. Was genau die neue Mega-Seite sein soll, das bleibt aber noch offen. Schmitz gab vorerst keine genaueren Informationen bekannt.

Auch ob das von ihm geplante Musikportal Megabox zur neuen Seite gehören wird, ist noch unbekannt. Megabox soll den Künstlern, die ihre Musik auf dieser Plattform vertreiben, 90 Prozent ihrer Einnahmen zukommen lassen. Das wäre einiges mehr als das, was Künstler bei großen Plattenfirmen oder auch in Eigenregie bei Verkäufen über iTunes oder ähnliche Plattformen verdienen können.
 
Schmitz hatte das neue Portal bereits etwa drei Wochen vor seiner Festnahme gestartet – dann kam er ins Gefängnis und alle Mega-Services wurden vom Netz genommen. Kim Dotcom hatte schon zum Start des Dienstes von Sabotage seitens der Musikindustrie gesprochen. Die aktuellen Beiträge auf seinem Twitter-Account lassen vermuten, dass Kim Dotcom in nächster Zeit großes plant.
 
Link zur Bildquelle: www.pixelio.de[hjv]

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23 Kommentare im Forum

  1. AW: Kim Dotcom - bereit für den zweiten Streich Tja da kann sich die Musikindustrie warm anziehen! Wenn die Megabox kommen sollte dürfte es Kampfpreise von 50 Cent oder weniger geben! Denn was ist besser 90% von 50 Cent oder 10% von 99 Cent wie bei den üblichen Anbietern (Amazon, Itunes und Co)? Zumindest die Masse der Künstler (unterhalb der Megastars) wird von diesem Modell profitieren!
  2. AW: Kim Dotcom - bereit für den zweiten Streich JAAAA KIM !!!! Mach sie fertig !!! Zeigs ihnen !!! Kim wird auch die deutsche GEMA zerschlagen, weil jeder Künstler sich entscheiden wird, seine Songs bei KimTunes anzubieten, und nicht über die üblichen Zwischenhändler bei iTunes! Ergebnis: 90% gehen an den Künstler, Null an die Gema und ein Song kostet 10 Cent. Gut, die Nena oder der Udo Jürgens machen da nicht mit, aber die jungen Musiker, auf die es ankommt, schon! Die GEMA-Künstler werden dann zu den Buhmännern der Nation!
  3. AW: Kim Dotcom - bereit für den zweiten Streich Falsch -- denn dein Vertrag mit der Musikindustrie wird dich als Künstler daran hindern, deine Werke dort zu Veröffentlchen. Sch... auf die Musikindustrie, sagst du? Nun, du hast als "Künstler" zwei Möglichkeiten: 1. Du bindest dich vertraglich an ein Major Label, und vergisst ganz schnell deine tollen "künstlerischen Rechte" und entsprechende Ambitionen, dein Werk gehört dir dann nämlich praktisch nicht mehr. Du verdienst mit etwas Glück einen Haufen Kohle ... für die Musikindustrie. Du hast zu tun, was dein Agent "aushandelt" (= die Marktbeobachtung des Labels verlangt). Steigst du, enttäuscht, vorzeitig aus dem Labelvertrag aus zahlst du noch viele Jahre Vertragsnebenkosten (wie Agentengage und Promokostenbeteiligung) ab. Du darfst deine eigenen Stücke nicht mehr spielen, und auch deinen Namen nicht mehr verwenden, denn die Rechte hast du ja verkauft; den Song übernimmt die nächste Castingband - natürlich in einer coolen "marktgerecht" aufgepeppten Unerträglich-Hiphop-Cover-Version. 2. Du bleibst Independent, in die Heavy Rotation der reichweitenstarken Radioprogramme (die allesamt MI-Agreements haben, um von der MI Stücke vorab oder überhaupt infos zu bekommen)), oder gar auf VIVA oder MTV kommst du damit natürlich nicht - ausser der Programmcomputer im Lokalradio schiebt dich mal morgens um vier als Füller vorm Verkehrsfunk, oder man hört dich mal als "kuriosum" in einem Special Interest Format. Du betest, das einige Freaks trotzdem von dir erfahren oder dich unter einer Milliarde YouTube Videos oder Online-Dateien finden. Du jobbst als Umzugshelfer, um deine Miete bezahlen und deine Instrumente pflegen zu können. Du wirst eingeladen zum Interview im lokalen Werbeblättchen oder einem 250-Hörer-Internetsender. Du hast den Soul, man.
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