Kim Dotcom wehrt sich gegen Auslieferung an die USA

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Der jahrelange Rechtsstreit um eine Auslieferung des deutschen Internet-Unternehmers Kim Dotcom an die USA geht an diesem Montag in die vermutlich entscheidende Phase.

Vor Neuseelands Oberstem Gerichtshof in Wellington beginnt ein Berufungsverfahren, mit dem der 45-Jährige seine Auslieferung noch verhindern will. Der Gründer der Internet-Plattform Megaupload lebt seit 2010 in Neuseeland. Die USA wollen ihn vor Gericht stellen – wegen Verletzung von Urheberrechten und Geldwäsche in großem Stil. Bei einer Verurteilung droht ihm jahrzehntelange Haft.

Dotcom gehört zu den schillerndsten Figuren der Internet-Szene. Er wurde 1974 unter dem Namen Kim Schmitz in Kiel geboren. Mitte der 80er Jahre trat er erstmals in der Hacker-Szene in Erscheinung. Mit der Datentauschbörse Megaupload wurde er vielfacher Millionär. Das Unternehmen finanzierte sich durch Werbung und kostenpflichtige Zugänge für Abonnenten.

Zeitweise gehörte die Seite zu den beliebtesten Webseiten weltweit. Nach Ermittlungen der US-Bundespolizei FBI wurde sie 2012 abgeschaltet. [dpa]

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3 Kommentare im Forum

  1. Achso, Internet Unternehmer nennt sich also ein Multi - Millionenbetrüger! Alles klar! Ab in den US Knast mit diesem Herren. Hat sich lange genug unter australischer Sonne verschanzt.
  2. Ich würde einen Neuseeländer nicht als Australier bezeichnen. Kim Schmitz lebt seit 2010 in Neuseeland, Australien hat hier nichts zu tun. Mir tun die neuseeländischen Steuerzahler leid, da sie am Ende die Kosten für alles tragen müssen. Klar, Kim Schmitz, sobald er in die USA ausgeliefert ist, wird selber eine eine fette Rechnung bekommen, die er nicht bezahlen kann. Selbst wenn er vom obersten Gericht in Neuseeland die Auslieferung ablehnt, er ist höchstwahrscheinlich finanziell am Ende und stünde gegebenenfalls sogar vor der Abschiebung zurück nach Deutschland. Und das bedeutet, dass die gesamten Verfahrenskosten am Ende vom Steuerzahler getragen werden.
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