Kurzer Prozess: Kabel Deutschland wirft DSL-Poweruser raus

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Kabel Deutschland-Kunden, die zuviel im Internet via Flatrate surfen, riskieren, vom Netzbetreiber abgemahnt oder, schlimmer noch, eine fristlose Vertragskündigung zu bekommen.

Das offenbart ein Bericht des ARD-Magazins Plusminus. Am Beispiel einer Familie aus Brandenburg zeigt Plusminus, wie Vielsurfer von Kabel Deutschland abgemahnt mit der Ankündigung abgemaht werden, bei Nichtänderung des Surfverhaltens eine Kündigung zu erhalten.

Dabei wirbt der Kabelnetzanbieter mit uneingeschränkter Flatrate. Laut Plusminus äußerte sich Kabel Deutschland wie folgt: „In Einzelfällen, bei fortgesetztem weit überdurchschnittlichen Nutzungsverhalten … hat Kabel Deutschland von dem … außerordentlichen Kündigungsrecht Gebrauch gemacht, um die gewohnte hohe Servicequalität und Leistungsfähigkeit für die große Zahl der privaten Flatrate-Kunden … sicher zu stellen.“
 
Aber nicht nur Kabel Deutschland geht so gegen Kunden vor, auch die Firma 1und1. 100 Gigabyte Datenvolumen eines Kunden duldete 1und1 nicht und bot dem Vielsurfer 100 Euro Abfindung, wenn er seinen Vertrag kündigt und nie wieder mit 1und1 surft. Der Haken an der Sache: Auch das Unternehmen aus Montabaur wirbt ähnlich wie Kabel Deutschland mit „Surfen ohne Limit“. Tut ein Kunde dies, droht ihm der Rauswurf. Denn die Leitungen gehören der Telekom und die möchte von 1und1 ein Nutzungsentgelt – je nach Verbrauch.
 
Inzwischen untersuchen die Verbraucherzentralen das Vorgehen. Die Kabelnetzbetreiber wurde laut Plusminus abgemahnt. [mg]

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