Maxdome: Schlechtere Konditionen und keine Antworten

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Im Rahmen einer Umstrukturierung hat sich die Online-Videothek Maxdome in den letzten Wochen neu aufgestellt. Die Paketstruktur wurde überarbeitet und der Preis gesenkt, doch effektiv bezahlen nun einige Kunden mehr als vorher. Maxdome gibt sich zu diesem Thema schweigsam.

Bei der Online-Videothek Maxdome hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Es wurde an der Technik gebastelt, das Produktportfolio neu organisiert und das gesamte Angebot hat einen frischen Look verpasst bekommen. Zuletzt hat das Unternehmen auch noch an der Preisschraube gedreht: Das Maxdome-Paket (vormals Premium-Paket) kostet aktuell nur noch 7,99 Euro im Monat, wobei der erste Monat kostenlos getestet werden kann. Dafür bekommen Nutzer unbegrenzten Zugriff auf 3700 Spielfilme sowie zahlreiche Serien, Dokus und TV-Shows – teilweise auch in hochauflösender Bildqualität.

Was zunächst gar nicht schlecht klingt, hat allerdings einen Haken: Aktuelle Blockbuster müssen zusätzlich bezahlt werden und die Möglichkeit, diese gleich im Bündel über eine Zubuchoption zu bestellen, hat Maxdome bei seiner Umstrukturierung abgeschafft. Gemeint ist an dieser Stelle die sogenannte Blockbuster-Option, die dann in Entertainment-Tickets umgewandelt wurde. Für 9,99 Euro im Monat konnten über die Tickets vier beliebige Filme aus dem Sortiment abgerufen werden. Abo-Kunden mussten sogar nur 5 Euro bezahlen.
 
Pro Film machte das knapp 2,50 Euro (im Abo sogar nur 1,25 Euro) – ein deutlicher Unterschied zu manchem Einzelpreis. Denn gerade die neueren Filme schlagen in HD bei einer Leihdauer von 48 Stunden mit bis zu 5,99 Euro pro Titel zu Buche. Ohne HD liegen die meisten neueren Filme bei 3,99 Euro oder 4,99 Euro für zwei Tage Nutzungsdauer. Für viele Maxdome-Kunden waren die Entertainment-Tickets bzw. die Blockbuster-Option daher eine lohnende Alternative zum Einzelabruf – und entsprechend verärgert reagierten diese auf die Abschaffung derselben.
 
Als Begründung führt das Unternehmen „lizenzrechtliche Gründe“ an, weshalb man die Entertainment-Tickets nicht mehr anbieten dürfe, wie das Facebook-Team von Maxdome auf zahlreiche Anfragen antwortete.  Wie dieses „Verbot“ plötzlich zu Stande kam, wurde allerdings nicht erklärt. Auch eine entsprechende Anfrage der Redaktion bleibt seit gut vier Wochen unbeantwortet. Zudem hieß es, dass es sich bei den Entertainment-Tickets um „ein zeitlich begrenztes Sonderangebot“ handelte, dass nun eben ausgelaufen sei. Viele Nutzer reagierten darauf überrascht.
 
Während für Neukunden damit von vornherein klar war, dass es die Option der Entertainment-Tickets nicht mehr gibt, stellten sich vor allem Bestandskunden die Frage, wie es mit ihren Verträgen weitergeht – besonders dann, wenn die Blockbuster-Option fester Bestandteil des Vertrages war. Wie unter anderem auch im Forum von DIGITAL FERNSEHEN nachzulesen war, schien Maxdome hier keine allgemeine Lösung parat zu haben, sondern von Fall zu Fall zu prüfen und dann entsprechend zu reagieren. Sollten die ursprünglichen Vertragsbedingungen so nicht mehr erfüllt werden können, stellt sich natürlich auch die Frage eines Sonderkündigungsrechts. Doch auch in dieser Hinsicht wartet die Redaktion seit Wochen auf Auskunft von Seiten Maxdomes. [fm]

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19 Kommentare im Forum

  1. AW: Maxdome: Schlechtere Konditionen und keine Antworten Kurz: **** ****. Zumal diese ~3700 Inklusiv-Filme ein gewaltiger Schrott-Fundus sind.
  2. Ich bin auch Maxdome Kunde mit Abo und bei mir läuft die Blockbuster Option noch unverändert. Sollte es jedoch nach meinem Vertragsende keine entsprechende Option geben werde ich kündigen.
  3. Was sich beim FB-Support von maxdome nachlesen lässt: Die Umstrukturierung der Preise war wohl z. T. das Ergebnis des Markteinstiegs von Watchever. Vivendi hat schlicht für sein Angebot zahlreiche der exklusiven Lizenzen gekauft, mit denen maxdome bisher seinen Kunden Pakete und freie Abrufe generiert hat. Schlicht Pech gehabt und verzockt. Für Kunden heißt das wohl, sofern ein älterer Vertrag mit inkludierten Entertainmenttickets besteht: Sonderkündigungsrecht, hier bin ich. maxdome will das Problem wohl weitestgehend aussitzen.
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