Nielsen: Mediatheken gefährden klassische TV-Sender nicht

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Zuschauer, die häufig Filme und TV-Serien aus dem Internet abrufen, schränken im Gegenzug ihren klassischen Fernsehkonsum nicht ein. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschers Nielsen hervor.

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Wie das Branchenmagazin „Broadcasting & Cable“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtete, räume die im Auftrag des Verbandes  Cable & Telecommunications Association for Marketing (CTAM) vorgenommene Untersuchung amit einige Vorurteile der Medienanstalten bezüglich Onlinevideos aus dem Weg. 84 Prozent der Befragten gaben an, trotz Nutzung von Internet-Streams nicht weniger als bisher fernzusehen. Von den befragten Pay-TV-Kunden erwägen nur drei Prozent aufgrund der zusätzlichen Webinhalte die Kündigung ihres Pay-TV-Abonnements.

CTAM-Verbandschef Char Beales zeigte sich über die Ergebnisse erstaunt. „Chicken Little was wrong“, räumte der Manager augenzwinkernd ein. Man habe gelernt, dass neue Technologien die klassische TV-Industrie nicht beschneide. Das zusätzliche Angebot sei eine Ergänzung, keinesfalls aber ein Ersatz für große Fernsehsender. Zudem hätten viele Befragte angegeben, durch Online-Mediatheken Sendungen entdeckt zu haben, die ihnen sonst nicht aufgefallen wären.

Die Studie „Life is a Stream“ war im Juli und August von Nielsen durchgeführt worden. Befragt wurden Männer und Frauen zwischen 18 und 49 Jahren, die mehr als fünf Stunden wöchentlich vor dem Fernseher sitzen. Dabei sei auf einen repräsentativen Querschnitt aus den Bereichen Kabel, Satellit und IPTV Wert gelegt worden, hieß es. Zudem verfügte jeder Panel-Teilnehmer über einen schnellen Internetanschluss und hatte angegeben, im vergangenen Monat mindestens einen Film als Web-Stream abgerufen zu haben. [ar]

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