Studie: 150 Video-on-Demand-Dienste europaweit

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Straßburg – Die anlässlich des Internationalen Filmmarktes in Cannes erstellte Studie belegt: Frankreich, Großbritannien und die Niederlande haben die Nase vorn in Sachen VoD-Dienste.

Durchgeführt wurde die Studie von NPA Conseil im Auftrag der Direction du développement des médias (DDM – Frankreich) und der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle.

Die Studie liefert eine Analyse der verschiedenen technischen Modalitäten von Video-on-Demand, der unterschiedlichen Geschäftsmodelle sowie der jeweiligen Debatte über die rechlichen Rahmenbedingungen und den Platz von Video-on-Demand in der Film- und Fernsehindustrie. Rund 150 Dienste in 24 Ländern wurden im Einzelnen analysiert.
 
Wie die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle mitteilt, gab es Ende 2006 in den 24 untersuchten Ländern 142 kostenpflichtige Dienste (ohne diejenigen, die ausschließlich Musik oder Erotikprogramme anbieten). Werden die Dienste dazugezählt, die gratis verbreitet werden, die Anfang 2007 ihren Betrieb aufgenommen haben und die es in Ländern gibt, die von der Studie nicht berücksichtigt wurden, lässt sich die Gesamtzahl der derzeit in Europa verfügbaren Dienste auf über 150 veranschlagen.
 
Frankreich ist Spitzenreiter mit 20 VoD-Diensten, gefolgt von den Niederlanden (19 Dienste), Großbritannien (13 Dienste) und Deutschland (12 Dienste). Keinen Video-on-Demand-Dienst gibt es in der Türkei, Slowenien und Luxemburg.
 
Der Zugang zu den meisten Diensten in Europa (94) erfolgt über das Internet, wodurch sich die Programme auf einem Computerbildschirm ansehen lassen. Die Übertragung per DSL-Netz, meist im Rahmen eines IPTV-Angebots für Fernsehdienste, stellt die zweithäufigste Verbreitungsart dar (47 Dienste). In diesem Fall können die Programme auf dem Fernsehbildschirm angeschaut werden. Da es bei der digitalen Verbreitung per Satellit oder über ein terrestrisches Netz keinen Rückkanal gibt, bieten einige Video-on-Demand-Dienste an, die Programme auf dem digitalen Videogerät (PVR) des Benutzers zu speichern. Die Zahl solcher Dienste ist in Europa zwar weiterhin niedrig, aber die beiden größten Anbieter von digitalen Fernsehprogrammpaketen (Sky Anytime von BSkyB im Vereinigten Königreich und in Irland sowie Direkt Premiere+ von Premiere in Deutschland und in Österreich) nutzen diese Möglichkeit. [mg]

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