Studie: Osten hat bei Bandbreiten Nachholbedarf

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Der Breitbandausbau ist vor allem für den Osten Deutschlands von großer Bedeutung. Laut einer Studie werden hier verstärkt niedrige Bandbreiten gebucht, was auch am fehlenden Zugang liegt.

Mit dem von der Bundesregierung verordneten Breitbandausbau sollen vor allem ländliche Regionen mit hohen Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s versorgt werden. Wie eine Studie des Vergleichsportals Check24 belegt, sind vor allem die Bundesländer im Osten in dieser Hinsicht unterversorgt.

Die Unterschiede bei der Verfügbarkeit des schnellen Internets sind dabei laut Breitbandatlas des Bundesministerium für Verkehr und digitale
Infrastruktur ziemlich deutlich. Während im Westen zwischen 66 und 75 Prozent der Privathaushalte über Anschlüsse mit bis zu 50 MBit/s verfügen, liegt die Quote im Osten mit 41 bis 51 Prozent klar dahinter. Daher ist es auch wenig überraschend, dass unter den Check24-Kunden ein Viertel der Westdeutschen Internetverträge mit den hohen Bandbreiten abschließen, von den Ostdeutschen aber nur elf Prozent.
 
Noch eklatanter wird der Unterschied im Bezug auf die einzelnen Bundesländer. Während sich in Baden-Württemberg 41 Prozent der Befragten eine schnelle Internetleitung leisten, sind es in Sachsen-Anhalt und Brandenburg gerade einmal sieben Prozent. Auch hier spielt die Verbreitung eine große Rolle. In den Bundesländern mit dem größten Anteil an gebuchten Bandbreiten über 50 Mbit/s – neben Baden-Württemberg sind dies Hessen und Nordrhein-Westfalen – bietet Kabelnetzanbieter Unitymedia beispielsweise sogar Anschlüsse mit bis zu 100 Mbit/s an.
 
Auch das Alter spielt bei der Wahl der Internetgeschwindigkeiten eine große Rolle. Von den Teilnehmern unter 30 Jahren wollen über 25 Prozent Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s nutzen, was doppelt so hoch ist wie bei Kunden über 70 Jahren. Von denen entscheiden sich gut zwei Drittel für einen Vertrag mit Geschwindigkeiten von lediglich 16 Mbit/s.
[buhl]

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4 Kommentare im Forum

  1. Warum werden gerade in Sachsen-Anhalt niedrige Bandbreiten gebucht? Ihr habt ja die Antwort! Weil hier nur ein "Dümpel-DSL" zur Verfügung steht. Bei uns in der Kreisstadt lediglich 6 Mbit, wobei ich nur mit Glück 4,5 Mbit erreiche.
  2. Ähmmm...lange nicht mehr auf der UM Website gewesen, oder? UM bietet für Privatkunden bis zu 200 mBit und für Businesskunden sogar bis zu 250 mBit. Also ein ganzes Ende mehr als die im Artikel beschriebenen 100 mBit.
  3. Da habe ich im Osten ja richtig Glück (Brandenburg). Habe eine 100 Mbit Bandbreite. Könnte sogar bis zu 128 Mbit bekommen. Ein Arbeitskollege bekommt anfang Dezember einen As. mit 50 Mbit.
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