Sturm auf Area 51 – Aufregung um Facebook-Event

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Ein Student ruft via Facebook zum Sturm auf die Area 51 auf, den mysteriösen Geheimstützpunkt des US-Militärs. Was als Witz gedacht ist, entwickelt eine gefährliche Dynamik. Nun will er ein Festival daraus machen – aber auch das stößt vor Ort auf wenig Gegenliebe.

Das militärische Sperrgebiet Area 51 bietet reichlich Stoff für Verschwörungstheorien. Die US-Regierung hüllte sich lange in Schweigen über die Anlage der Luftwaffe. Die CIA bestätigte die Existenz erstmals 2013 offiziell mit der Veröffentlichung von Dokumenten. Daraus geht hervor, dass in dem Gebiet rund 200 Kilometer nordwestlich von Las Vegas während des Kalten Kriegs die Spionageflugzeuge U-2 und A-12 Oxcart getestet wurden. Das klingt viel unspektakulärer als die zahlreichen Theorien über Experimente mit extraterrestrischen Lebensformen, aber an der Faszination für die Area 51 hat es nichts geändert. Im Gegenteil.

Ende Juni erstellte der Student Matty Roberts aus Kalifornien eine Veranstaltung auf Facebook und rief dazu auf, das Areal am 20. September zu stürmen, um „Aliens zu sehen“ und Geheimaktivitäten aufzudecken. „Sie können nicht alle von uns stoppen“, schrieb er. Es war als Witz gedacht. Dann aber sagten immer mehr Menschen zu. Inzwischen sind es mehr als zwei Millionen. Nun ist das mit solchen Aufrufen bei Facebook immer so eine Sache. Eine – unverbindliche – Zusage ist schnell geklickt, dahinter muss nicht unbedingt echtes Interesse stecken, nicht selten fallen Teilnehmerzahlen am Ende viel geringer aus. Im Fall des Area-51-Events entwickelte das Ganze aber eine so große Dynamik, dass Roberts im Juli in einem Interview des Senders ABC News dazu aufrief, den Aufruf bitte nicht zu ernst zu nehmen.
 
Die US-Luftwaffe sah sich zu einer Warnung genötigt. Auf dem Gelände würden Kampfflugzeuge getestet. Jeder Versuch, illegal in eine militärische Einrichtung einzudringen, sei gefährlich, hieß es in einer Stellungnahme.
 
Inzwischen plant Roberts für den 20. bis 22. September ein Festival in Rachel, einem winzigen Ort nahe der Area 51. Das sei eine sichere Alternative zu dem Sturm auf das Militärareal, sagte er dem Sender NBC. Auf einer Webseite, die unter dem Facebook-Event verlinkt ist, wird die Veranstaltung als „Alienstock“ beworben – in Anlehnung an das Woodstock-Rockfestival vor 50 Jahren. Als Ort wird ein Motel mit nur wenigen Zimmern angegeben. Die Informationen sind spärlich, Anfragen an Roberts bleiben unbeantwortet. Unklar ist, wie das ganze logistisch funktionieren soll. Rachel hat gerade einmal rund 50 Einwohner, der Ort besteht aus nicht viel mehr als ein paar flachen Häusern inmitten einer kargen Landschaft am Highway 375, über den ab und an Kühe laufen. Einen Bahnhof gibt es nicht. Die nächste Stadt mit einem Flugplatz liegt rund 80 Kilometer entfernt.
 
Die große Frage ist, wie viele Menschen dem Aufruf am Ende tatsächlich folgen und in die Wüste Nevadas kommen werden. In Lincoln County – dem Landkreis, zu dem Rachel gehört – stellen sich die Behörden schon auf das Worst-Case-Scenario ein. Varlin Higbee, stellvertretender Vorsitzender des Kreisausschusses, rechnet damit, dass es im schlimmsten Fall 20 000 Menschen werden könnten. Aber er betont, dass man es bislang nicht genau sagen könne. Der Kreis bereitete vorsorglich schon einmal eine Notstandserklärung vor. Das ist eine Maßnahme, um im Ernstfall Ressourcen des Bundesstaates mobilisieren zu können. 
 [rs]

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5 Kommentare im Forum

  1. Schon die Hitze von zeitweise 50 Grad. Und selbst wenn einer der Area nur zu nahe kommt, saftige Geldstrafen und die Gefahr erschossen zu werden, warten. Das große Geheimnis, Aliens oder eher neuartige Technologie, die niemand zu Gesicht bekommen soll. Da muss man wirklich was an Pilzen geraucht haben, um so ein "Event" nur zu verfolgen.
  2. Ne Atombombe würde auch nicht wirklich effekiv sein - weil diese 2 Millionen Pilgerer eh alle schon extremst verstrahlt sind!:alien::notworthy: Außerdem warum da hinlaufen? Ich dachte die Echsenmenschen seinen mitten unser uns!
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