Telefónica will Glasfaserausbau vorantreiben

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Hitzige Diskussionen unter den Netzbetreibern lassen den Glasfaserausbau in Deutschland stocken. Nun schlägt der Telekommunkationsanbieter Telefónica die Gründung einer nationalen Netzgesellschaft vor, um den Ausbau voran zu treiben.

Für die Digitalisierung ist der Ausbau von superschnellen Internetanschlüssen unerlässlich, doch sorgen Diskussionen zwischen Politik und konkurrierenden Netzbetreibern dafür, das der Ausbau vor allem im Glasfasernetz nur schleppend vorangeht. Nun will Mobilfunkbetreiber Telefónica wieder Schwung in die Sache bringen und plant die Gründung einer nationalen Glasfasergesellschaft. Dies berichtet die „Wirtschaftswoche“.

Die Idee stammt von Thorsten Dirks, Vorstandschef des Telekommunikationsunternehmens. Das Konzept des Unternehmers, der im Frühjahr 2017 aus seinem Amt scheiden wird, sieht vor, dass alle Telekommunikationsdienste Zugang zum Netz erhalten. In der Gesellschaft sollen neben Netzbetreibern auch Ausrüster, Finanzinvestoren und sogar der Staat beteiligt sein.
 
Durch die Gesellschaft, die bereits Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, Infrastrukturminister Alexander Dobrindt, der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt vorgestellt worden sein soll, könnte verhindert werden, dass konkurrierende Betreiber sich beim Ausbau nur auf die Ballungsräume konzentrieren und dabei die ländlichen, unterversorgten Regionen vernachlässigen. [buhl]

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13 Kommentare im Forum

  1. Allein hat Telefonica ja leider nichtmal den UMTS/LTE Ausbau und abseits des "Alice-Gebietes" auch nicht den eigenständigen DSL/VDSL Aufbau auf die Reihe bekommen.
  2. Die sollen erstmal alle derzeitigen Probleme rund um O2 beseitigen, ehe sie sich neuen Herausforderungen widmen. Ich hoffe, dass wenn im Artikel genanntes kommen sollte, Telefonica dabei nicht die Federführung übernimmt. Dann kann man es gleich lassen. (so wie die ihre IT "im Griff" haben...)
  3. So wie ich die Sache verstanden habe: Es geht bei Telefonica beim Ausbau von Glasfasernetzen nicht primär um Breitbandfestnetzanschlüsse für Haushalte sondern um die Vernetzung der einzelnen Mobilfunkstandorte. Richtfunk wird für ein zukünftiges 5G Funknetz nicht genügend Übertragungskapazität bereitstellen können. Schließlich sollen 5G Mobilfunk-Standorte mit 10 Gbit/s (u. mehr) ans Netz angebunden werden u. bei Richtfunk muss für die Datenraten immer höhere Frequenzbereiche verwendet werden, weil nur dort die erforderlichen Bandbreiten bereitstehen. Hohe Frequenzen bedeutet allerdings kürzere Reichweiten der Funkstrecken aufgrund der höheren Übertragungsdämpfung (wg. physikalischen Gesetzen). Dazu kommt die stärkere Wetterabhängigkeit der höheren Funkfrequenzen, bes. Regen u. Schneefall. Nur ein Glasfasernetz bietet da eine ausreichende Zukunftssicherheit. In Fachkreisen gehen die Experten mittlerweile davon aus dass der Bedarf an mobil nutzbaren Datendiensten stärker steigen wird als der bei Festnetz-Breitbandanschlüssen.
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