Telekom will Löcher der DSL-Landkarte per Satellit stopfen

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Bonn – Die „Weißen Flecken“ auf der DSL-Landkarte könnten bald der Vergangenheit angehören. Die Telekom will diese Löcher mit Zwei-Wege-DSL per Satellit schließen.

Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) am Montag berichtet, wird die Telekom das Produkt „Astra2Connect“ der SES-Astra in Deutschland aktiv vermarkten.

Astra-Vorstand Alexander Oudendijk sagte dem Blatt, dass man damit „in Europa in den kommenden vier bis fünf Jahren etwa eine Million Kunden für diesen Dienst gewinnen“ will.
 
Derzeit laufen laut „FAZ“ Pilotversuche in zwei DSL-freien Gemeinden in Rheinland-Pfalz. Den bundesweiten Start für das Produkt plane die Telekom jedoch noch für dieses Jahr. Dabei werde der Dienst von der Telekom unter eigenem Namen verkauft und wird sich preislich wohl etwas über dem Niveau des normalen DSL bewegen. Wie die „FAZ“ weiter schreibt, soll der derzeitige Preis der Wettbewerber von 40 bis 60 Euro pro Monat jedoch unterboten werden.
 
SES-Astra will indes nicht nur mit der Telekom kooperieren. Auch mit anderen europäischen Anbietern laufen die Verhandlungen über eine Zusammenarbeit. Laut FAZ habe SES-Astra bereits in sieben Ländern entsprechende Verträge abgeschlossen.
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25 Kommentare im Forum

  1. AW: Telekom will Löcher der DSL-Landkarte per Satellit stopfen Interessant! Ich frage mich allerdings ob dies vernünftig bei so vielen Nutzern funktionieren kann. Mal kurz und grob überschlagen: Eine Million Nutzer, von denen jeder im Schnitt 100 kBit/s an Traffic erzeugt, dann müsste ein Satellit eine Übertragungskapazität von 100 GBit/s bereitstellen. Ein Transponder kann, sagen wir mal, 50 MBit/s übertragen, dann wären "nur" 2000 Transponder notwendig. Selbst wenn jeder Nutzer im Schnitt nur 1 kBit/s übertragen würde, wären immer noch 20 Transponder notwendig! Ich glaube daher kaum dass Breitband-Internet für so viele Leute eine sinnvolle Lösung darstellt. Es ist einfach nicht finanzierbar. Besser wäre es in den Ausbau von terrestrischer Infrastruktur, wie z.B. WiMAX , zu setzen, mMn.
  2. AW: Telekom will Löcher der DSL-Landkarte per Satellit stopfen Die Telekomiker werden Astra2Connect verwenden. Astra leidet jetzt schon zeitweise unter Performance-Problemen, siehe www.kein-dsl.de im Forum. Die werden daher einiges an Kapazitätserweiterungen machen müssen, sonst könnte der Schuss nach hinten losgehen. Auch wenn ich selber mit dem System bis jetzt zufrieden ingsesamt bin, gibt es genug User, die vor allem zu Stoßzeiten die Performance bemängeln... viele Grüße, Patrick
  3. AW: Telekom will Löcher der DSL-Landkarte per Satellit stopfen Ich hatte mal mit einem Mitarbeiter eines dieser DSL Anbieter telefoniert. Die Dame am Telefon sagte, die Technik wäre für 1 Mio Kunden ausgelegt. Sollte das nicht ausreichen, könnte man später nachrüste. Auf die Frage wie das technisch möglich sein sollte, konnte die Dame am Telefon nicht drauf antworten... PS: Pro Transponder sind es meines Wissens 32/34 Mbit,
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