Top oder Flop?: Premiere hofft auf Fußball via IPTV

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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In der Branche wird spekuliert, dass Premiere, selbst wenn der Sender mit der Deutschen Telekom kooperiert, seinen Abonnenten in diesem Jahr keine Bundesligaspiele über das Internet zeigen können wird.

Für den Empfang der Spiele per Internetfernsehen ist laut Telekom ein Zugang zum schnellen VDSL-Glasfasernetz notwendig, das ab Sommer aber nur in zehn Großstädten verfügbar sein soll, ist in der Financial Times Deutschland zu lesen.

„Wir erwarten, dass die Deutsche Telekom erst Anfang 2007 in der Lage sein wird, die DSL-Rechte verwerten zu können“, schreibt Sonia Rabussier, Analystin bei Oppenheim Research, in einer Studie.
Damit stehen für Premiere-Abonnenten die Chancen schlecht, die Fußball-Bundesliga wenigstens über das Internet sehen zu können.

Die Telekom-Tochter T-Online hatte für rund 45 Millionen Euro die Internetrechte gekauft. Sie braucht aber eine TV-Sendelizenz, um im Netz eine Fußballsendung ausstrahlen zu dürfen, und ist daherebenfalls auf der Suche nach einem Partner. Derzeit verhandeln Premiere und Telekom unter Hochdruck – die Telekom will bis zur IT-Messe Cebit kommende Woche Details ihres Angebots präsentieren, so die Financial Times Deutschland weiter. Das Ergebnis der Gespräche sei aber völlig offen, weil wichtige Details noch zu klären seien, hieß es aus Premiere-Kreisen. Die Telekom spekuliert bei einer Einigung darauf, mit den Premiere-Abonnenten auf einen Schlag eine große Zahl potenzieller DSL-Kunden zu gewinnen. „Allerdings stellt sich die Frage, wer die Beziehung zu neuen Kunden hält, die man für ein Kombiangebot aus DSL und Premiere-Abo gewinnt“, sagt Stefan Weiss, Analyst der WestLB, in der FTD. [mg]

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