Trojaner Emotet laut BSI-Chef aktuell „König der Schadsoftwaren“

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Bild: © Maksim Kabakou - Fotolia.com
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Die Bedrohung durch Schadsoftware ist nach Einschätzung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) weiterhin hoch.

Insbesondere der Trojaner Emotet habe eine «erhebliche Durchschlagswirkung», sagte BSI-Chef Arne Schönbohm am Donnerstag in Berlin. Emotet sei aktuell der „König der Schadsoftwaren“. Mit einer Emotet-Attacke hat derzeit auch das Berliner Kammergericht zu kämpfen. Seit Wochen sind die IT-Systeme des höchsten ordentlichen Gerichts der Hauptstadt lahmgelegt.

Schönbohm stellte gemeinsam mit Innenminister Horst Seehofer (CSU) das diesjährige Lagebild zur IT-Sicherheit in Deutschland vor. Es bildet Entwicklungen von Juni 2018 bis Mai 2019 ab.

Emotet ist zunächst darauf ausgerichtet, die infizierten E-Mail-Systeme auszuspionieren. Das Programm kann dann weitere Schadsoftware nachladen – beispielsweise Banking-Trojaner, die versuchen, digitale Geldströme in die Taschen der Cyberkriminellen umzuleiten.

Laut Schönbohm steckt Emotet auch hinter dem Cyberangriff auf die niedersächsische Neustadt am Rübenberge. Die Verwaltung fiel dort eine Woche lang aus, unter anderem konnten keine Autos angemeldet werden.

Durch Emotet sei die Zahl der Varianten neuer Schadprogramme îm September von täglich rund 300.000 auf 450.000 gestiegen, sagte Schönbohm. Täglich gebe es weitere Meldungen aus allen Wirtschaftsbereichen.[dpa/bey]

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8 Kommentare im Forum

  1. Unglaublich, dass ein seit 2014 bekannter Trojaner, der sich mit Spam-Mails verbreitet, heute noch ein kommerzielles Computer-Netzwerk einer Verwaltung, das von ausgebildeten Administratoren verwaltet wird, befallen kann.
  2. E-Mails aus unsicheren Quellen aussortieren und Anhänge müssen immer kontrolliert werden, ehe sowas den Nutzern zur Verfügung gestellt wird. direkter E-Mailverkehr übers Internet für die normalen Nutzer in Firmennetzwerken ist eh immer sträflich.
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