Twitter schließt nationalistische Alt-Right-Accounts

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Insbesondere während des US-Präsidentschaftswahlkampfes machte auf Twitter die nationalistische Gruppe Alt-Right auf sich aufmerksam. Gegen die extremen Accounts geht die Microblogging-Plattform nun aktiv vor.

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Twitter schiebt der Gruppe Alt-Right einen Riegel vor. Mehrere Accounts von Mitgliedern, die mit der nationalistischen Gruppe in Zusammenhang stehen, wurden in dieser Woche gesperrt. Die Gruppe Alt-Right wird als besonders extrem beschrieben, wie auch die gesperrten Accounts verdeutlichen. Unter anderem wurde der Twitter-Account von Richard Spencer, dem Chef des National Policy Institutes, gesperrt. Bei diesem Institut handelt es sich um einen weißen, nationalistischen Think-Tank, der sich seiner Website zufolge dem Erbe und der Identität der weißen Bevölkerung verschreibt, sowie der Zukunft der Nachfahren europäischer Einwanderer in den USA.

Auch die Accounts von unter anderem Paul Town, Pax Dickinson, Ricky Vaughn und John Rivers wurden von Twitter gesperrt. Medienberichten zufolge handelte Twitter damit zum einen gegen die verpöhnte Alt-Right-Bewegung, die entscheidend daran beteiligt war, Donald Trump ins Präsidentenamt zu heben, zum anderen setzt die Plattform damit ein Zeichen, künftig keinen Missbrauch des Dienstes für Zwecke dieser Natur mehr zu erlauben.

Richard Spencer gibt sich mit der Sperrung seines Accounts allerdings noch nicht geschlagen. Demnach äußerte er sich kritisch zu dem Vorgehen Twitters. Die Plattform versuche damit die Alt-Right-Bewegung ihrer Existenz zu berauben. Twitter kommentierte sein Vorgehen bislang nicht. Die Sperrung und Löschung diverser Accounts und der Versuch, den Missbrauch der Plattform für menschenverachtende Kommentare zu stoppen, kommen aber nicht von Ungefähr. Bereits in der Vergangenheit musste sich Twitter Vorwürfen stellen, Organisationen wie der Alt-Right-Bewegung und teils auch kriminellen Vereinigungen eine Plattform zu bieten. Das bisweilige Scheitern aller Bemühungen sei Spekulationen zufolge auch einer der Gründe, weshalb der Verkauf von Twitter an andere Unternehmen bislang gescheitert sei. [nis]

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