Umfrage: Deutschland ist im Passwort-Stress

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Beinahe jeder zweite Internet-Nutzer in Deutschland fühlt sich von der wachsenden Anzahl an Passwörtern gestresst, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Darunter leidet die Sicherheit im Netz.

44 Prozent der deutschen Internet-Nutzer fühlen sich gestresst. Der Grund: Die immer weiter wachsende Zahl an Passwörtern, die für die Benutzung von Online-Diensten anfällt. Das ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage, die das Internet-Portal „Web.de“ zum  Tag der Passwort-Sicherheit veröffentlicht hat. Darunter leidet oft die Sicherheit der User.

Die meisten Internet-Nutzer in Deutschland sind bei bis zu fünfzehn verschiedenen Online-Diensten angemeldet. Darunter sind persönliche E-Mail-Konten, Social-Media-Profile oder Shopping-Accounts. Eigentlich sollte für jeden Zugang ein eigenes, möglichst komplexes Passwort aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen benutzt werden. Diese Empfehlung berücksichtigt aber längst nicht jeder.

Nur 41 Prozent der Befragten richteten bei jedem Dienst ein individuelles Passwort ein. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer verwendet teilweise dieselben Passwörter für unterschiedliche Accounts. Fünf Prozent der User haben sogar nur ein einziges Passwort für alle Dienste.“ Dadurch haben Hacker leichtes Spiel“, erklärt Jan Oetjen, Geschäftsführer von „Web.de“. „Ist das Universal-Passwort erst einmal geknackt, sind automatisch auch alle anderen Dienste mit diesem Passwort gefährdet, zum Beispiel Online-Shopping, das E-Mail-Postfach oder der Online-Banking-Account. Auch wenn es manchmal lästig scheint: Man sollte sich auf jeden Fall die Mühe machen, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu erstellen“, so Oetjen weiter.

Die Studie zeigt aber auch: Die Deutschen werden beim Erstellen der Passwörter erfindungsreicher. Drei Viertel der Befragten setzen demnach mittlerweile auf komplexe Passwörter, bestehend aus Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung sowie Ziffern. Bei Sonderzeichen besteht mit 55 Prozent noch Nachholbedarf. Noch im Vorjahr setzten zwei Drittel auf Buchstaben und Ziffern, 55 Prozent auf Groß- und Kleinschreibung sowie 39 Prozent auf Sonderzeichen. [km]

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28 Kommentare im Forum

  1. hab ich keinen. in den angemeldeten foren hab ich 3 verschiedene, onlinebanking und e-maildressen jeweils andere. alle sind fein-säuberlich auf einem blatt papier "gespeichert". ein kumpel hatte die auf dem pc abgespeichert und die platte ist abgeraucht............
  2. "Bei Sonderzeichen besteht mit 55 Prozent noch Nachholbedarf." So ein Unsinn. Ein Passwort mit Sonderzeichen ist auch nicht sicherer. Welches ist wohl besser: Ein Passwort von 8 Zeichen mit Groß- und Kleinbuchstaben und Zahlen und Sonderzeichen oder eins von 11 Zeichen mit nur kleinen Buchstaben?
  3. Diese debilen Vorgaben der Passwortvergabe mancher Anbieter lässt einen verzweifeln. Das übelste Beispiel war Paydirekt, wollte mich da anmelden, wegen 10€ Gutschein, aufgrund deren extra dümmlicher PW Vorgaben habe ich es aber gelassen. - Alternative um Passwörter zu verwalten ist dieses Programm u.a. News: KeePass 2.35 available! - KeePass Kostenpflichtig: Steganos Passwort-Manager 18 - Steganos – Privacy Software made easy Vorteil hier, keine Cloud, und kein Jahresabo.
  4. Genau so mache ich das auch, der Zettel ist in einem meiner Bücher versteckt (denen vertraue ich mehr als Festplatten und Programmen) und in sich selber auch nochmal verschlüsselt. Nur ich weiß, zu welcher Seite/welchem Log-in die Kürzel vor den PW gehören.
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