Umstrittene Tauschbörse für Pay-TV

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Koblenz – „Cybersky TV“ ist eine Software, mit der Nutzer untereinander Fernsehsignale austauschen können – und das international einschließlich Pay-TV-Programme.

Doch noch ist es nicht soweit: Die Software hat seit zwei Jahren mit erheblichen technischen Problemen zu kämpfen. Hinter der „Cybersky TV“ steckt die TV Unterhaltungselektronik AG (TCU), die trotz einer einstweiligen Verfügung von Premiere das Programm weiterhin zum kostenlosen Download anbietet.

Mit Cybersky-TV, kurz CTV, soll es irgendwann möglich sein, Fernsehsignale so auszutauschen, wie über Internettauschbörsen MP3-Dateien und andere Daten ausgetauscht werden können: Ein Nutzer dieser Software stellt zum Beispiel ein Fernsehsignal seiner PC-Fernsehkarte zur Verfügung und andere Nutzer können dies dann beziehen.
 
Wenn das Programm irgendwann funktionieren sollte, können CTV-Nutzer untereinander Teile des Fernsehsignals tauschen, sodass ein Netzwerk entsteht. Cybersky-TV setzt diese Teile daraufhin wieder zu einem einzelnen Signal zusammen – so soll eine Art virtuelle globale Fernbedienung entstehen, mit der man durch die verschiedenen internationalen Fernsehsender zappen kann.

Mit dieser Geschäftsidee agiert der Betreiber von Cybersky, die TC Unterhaltungselektronik AG (TCU), erneut an der Grenze zur Illegalität, da mit der Tauschbörse vor allem Lizenzrechte von TV-Sendern verletzt werden könnten. Deswegen hatte der Pay-TV-Anbieter Premiere auch bereits im Juli 2005 eine einstweilige Verfügung gegen das Koblenzer Unternehmen erwirkt.
 
Mit welcher Begründung TCU die einstweilige Verfügung von Premiere jetzt ignoriert und wie kallhart das Unternehmen juristisch vorgeht, können Sie exklusiv in der aktuellen DIGITAL FERNSEHEN 12/2006 nachlesen, die ab dem 31. Oktober am Kiosk liegt. [lf]

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