Unitymedia: „Deutscher VoD-Markt ist insgesamt noch sehr klein“

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Bild: © Victoria - Fotolia.com
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Video on Demand gilt auch in Deutschland als ein Markt mit Zukunft – ein Markt allerdings, der aktuell immer noch sehr klein ist, wie Tina Rodriguez, Director Non Linear bei Unitymedia Kabel BW, unter Berufung auf die aktuellen Zahlen der GfK gegenüber DIGITAL FERNSEHEN erklärte. Trotz wachsender Konkurrenz sieht man beim Kabelnetzbetreiber jedoch ein großes Wachstumspotential.

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Mit seiner neuen TV-Plattform Horizon möchte der Kabelnetzbetreiber Unitymedia Kabel BW nicht zuletzt auch sein Video-on-Demand-Angebot ausbauen und das Geschäftsfeld insgesamt stärken. Über die HD-Receiver und Recorder hat der Zuschauer dabei Zugriff auf die Videothek mit Senderportalen und einem großen Portfolio an Leihfilmen. Neuerdings können Unitymedia-Kabel-BW-Kunden das VoD-Angebot über Horizon.tv auch im Webbrowser oder auf dem Smartphone nutzen.

Erst in der vergangenen Woche konnte das Unternehmen dabei die aktuellen Zahlen für die VoD-Nutzung präsentieren. Demnach konnte die Zahl der Zugriffe 2013 um satte 85 Prozent gesteigert werden. Die positiven Zahlen könnten dabei jedoch nicht über den Umstand hinwegtäuschen, dass der Video-on-Demand-Markt insgesamt in Deutschland nach wie vor sehr klein ist.
 
Wie Tina Rodriguez, Director Non Linear bei Unitymedia Kabel BW, im Gespräch mit DIGITAL FERNSEHEN erklärte, wurden laut Angaben der GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) Ende 2013 lediglich rund 700 000 zahlende Kunden für sogennante Subscription-Video-on-Demand-Angebote (SvoD), also Abo-Modelle wie Watchever, Maxdome oder Lovefilm (seit Februar Amazon Prime Instant Video) gezählt. Dem entsprechen auch die auf dem New TV Summit 2013 vorgestellten Zahlen des Marktanalysten IHS, die von etwas mehr als 200 000 Abonnenten für Lovefilm im vierten Quartal 2013 ausgehen und von etwas mehr als 100 000 für Maxdome.
 
„Wir sprechen also nach wie vor noch von einem sehr kleinen Marktsegment, von dem wir aber glauben, dass es wachsen wird“, erklärt Rodriguez. Derzeit gehe man bei Unitymedia Kabel BW davon aus, dass der Markt von jeder Bewerbung des neuen Geschäftsmodells auch von anderen Wettbewerbern insgesamt profitiert. „Insofern sehen wir den Wettbewerb an dieser Stelle noch gelassen“, so die Direktorin der Video-on-Demand-Abteilung.
 
Derzeit bietet der Kabelnetzbetreiber über seine HD-Receiver nur das eigene Video-on-Demand-Angebot an. Apps anderer Dienste wie etwa Watchever oder Amazon stehen den Kunden über die Geräte noch nicht zur Verfügung. Insgesamt verstehe man sich laut Rodriguez dennoch in erster Linie als Plattform für verschiedene Dienste. Daher wolle sie nicht ausschließen, dass in Zukunft auch entsprechende Abrufportale von Drittanbietern auf den eigenen Set-Top-Boxen zur Verfügung stehen könnten. Alternativ wäre jedoch auch die Erweiterung des eigenen Angebots um ein Abo-Modell ein mögliches Szenario.
 
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18 Kommentare im Forum

  1. AW: Unitymedia: "Deutscher VoD-Markt ist insgesamt noch sehr klein" Bei UM ist der Markt vielleicht klein weil sie kaum etwas anbieten, auf zu wenigen Geräten und Mondpreise haben
  2. AW: Unitymedia: "Deutscher VoD-Markt ist insgesamt noch sehr klein" Da gehört definitiv eine vernünftige Flatrate her, nicht sowas was aktuell die Videothek bietet mit 5,99€ pro HD Film, sondern etwas im Stil von Maxdome.
  3. AW: Unitymedia: "Deutscher VoD-Markt ist insgesamt noch sehr klein" Korrekt, bei den Preisen bis 7,99 Euro pro Film ist Unitymedia Horizon Videothek nicht konkurrenzfähig und weit davon entfernt, je ein tragfähiges VoD System zu haben Außerdem hat man dort keine Wahl, andere Anbieter wie Maxdome zu nutzen. Da ist Telekom momentan tatsächlich im Vorteil mit Entertain. Weiterhin gibt es bei Horizon kein HbbTV / Nutzung von Mediatheken.
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