BluNote-Café: Musik-Legenden

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BluNote-Café: Musik-Legenden, Teil 6

Herbert Grönemeyer – Schiffsverkehr Tour 2011

Herbert Grönemeyer gilt als einer der größten deutschen Rockmusiker überhaupt. Zu seinen Konzerten strömen Tausende Fans, um seinen gefühlvollen, teils melancholischen Songs zu lauschen. Mit 100 000 Zuhörern hält Grönemeyer in Deutschland bislang den größten Besucherrekord als deutschsprachiger Sänger. Außerdem erregte er Aufsehen, als er im Mai 1994 als erster deutscher Musiker zu einem Auftritt bei „MTV Unplugged“ eingeladen wurde. Grönemeyers Erfolgswelle hält schon 33 Jahre an. 2011 veröffentlichte er sein mittlerweile dreizehntes Album „Schiffsverkehr“, das bereits in der ersten Woche die Top Ten der deutschen Charts sowie in Österreich und der Schweiz mehrfach den Gold- und Platinstatus erreichte.

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Nach Grönemeyers Aussage soll der Titel „Schiffsverkehr“ eine Metapher für eine „chaotische Lebensfreude“ sein. Dieses Gefühl fließt auch in seine Texte ein, in denen er persönliche Erlebnisse verarbeitet. So handelt das Lied „Deine Zeit“ beispielsweise von seiner an Demenz erkrankten Mutter. Kurz nach dem Plattenrelease begab sich Grönemeyer auf Tour und erreichte am 16. Juni 2011 die Leipziger Red Bull Arena, in der sein Konzertmitschnitt realisiert wurde. Ein Auftritt, der den Fans wohl immer in Erinnerung bleiben wird: Nachdem er die ersten Songs „Fernweh“ und „Deine Zeit“ in das Mikrofon schmetterte, begann es zu regnen. Doch Grönemeyer ließ sich von Petrus‘ Launen nicht beirren und begeisterte sein Publikum, das sich ähnlich wie Pinguine zusammenkuschelte.

Passend zum rauen Wetter war auch die Bühnendekoration gewählt, die einem Schiff mit fünf Masten glich. An diesen waren Bildschirme angebracht, auf denen Filme von Anton Corbijn abgespielt wurden. Visuell besticht das HD-Medium mit einer guten Bildqualität, die kaum Unschärfen aufweist. Selbst kleinste Details, wie die Regentropfen auf Grönemeyers Gesicht, sind mit bloßem Auge zu erkennen. Nur bei Weitwinkelaufnahmen, die das gesamte Geschehen in der Leipziger Arena einfangen, wirkt das Bild etwas verpixelt.

Der 5.1-Sound ist sehr klar und weist keinerlei Störgeräusche auf. Die Instrumente sind auf die verschiedenen Lautsprecher aufgeteilt, sodass die Gitarre von rechts und der Bass von der linken Seite ertönt. Durch einen leichten Widerhall über die hinteren Lautsprecher entsteht ein echtes Livefeeling. Allerdings ist der Mix stark auf Grönemeyers Stimme ausgerichtet, wodurch der Instrumentalpart etwas in den Hintergrund gedrängt wird.

(Lydia Fischer)

Bildquelle:

  • Konzert2: © luckybusiness - stock.adobe.com
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