Erzwungener Mehrkanalton

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„Mehr“ bedeutet nicht zwangsläufig „besser“

So mancher traditionelle Toningenieur betrachtet die digitale Datenspeicherung sehr skeptisch, bei der das Tonsignal in seine Bestandteile zerrissen und in Form von Einsen und Nullen gespeichert wird. Bei der Analog-Digital-Wandlung entstehen Fehler, die von einer Software mehr schlecht als recht korrigiert werden. Dasselbe geschieht abermals bei der Rückwandlung des Signals.

So mancher traditionelle Toningenieur betrachtet die digitale Datenspeicherung sehr skeptisch, bei der das Tonsignal in seine Bestandteile zerrissen und in Form von Einsen und Nullen gespeichert wird. Bei der Analog-Digital-Wandlung entstehen Fehler, die von einer Software mehr schlecht als recht korrigiert werden. Dasselbe geschieht abermals bei der Rückwandlung des Signals.
 
Seit Jahren schon greifen Hersteller wie Dolby nun zusätzlich in diesen Datenstrom ein, um über Signalmanipulation Raumklang zu simulieren oder Surround-Kanäle zu generieren. Vom klanglichen Ergebnis abgesehen: Rein technisch betrachtet liegt hier eine drastische Signalverfälschung vor. Oftmals hat die Technik in der Tat negative Auswirkungen auf den Sound. Es kommt, vor allem bei günstigen Geräten, häufig zu merklichen Einbußen im Frequenzgang.
 
Es gibt jedoch auch Positivbeispiele. Sowohl Dolbys Pro-Logic- als auch DTS’ Neo-Technologie erlauben in den meisten Geräten eine manuelle Intensitätsregelung der Effekte. So lässt sich z. B. der Klang einer Musik-CD nach eigenem Ermessen mit 5.1-Effekten versehen. Doch bei 5.1 ist noch lange nicht Schluss. Dolby hat nun mit Pro Logic IIz ein zehnkanaliges Format veröffentlicht, bei DTS sind mit Neo:X ganze zwölf Kanäle in Planung.
 

Hochwertig

Die zusätzlichen Lautsprecher werden nicht (wie sonst üblich) um den Hörer herum platziert. Pro Logic IIz beinhaltet zwei Boxen, die oberhalb des Front-Stereo-Paares in ca. zwei Metern Höhe angebracht werden. Die Werbung verspricht, dem Sound auf diese Weise eine neue Dimension zu verleihen und das Klangerlebnis realistischer erscheinen zu lassen als je zuvor.
 
Die neue Technologie errechnet die zusätzlichen Tonspuren aus dem vorhandenen Material. Den „hohen“ Lautsprechern werden leise, nicht richtungsrelevante Signalanteile zugespielt. So wird ein umschließendes, atmosphärisches Klangbild erzeugt.
DTS hält mit Neo:X dagegen. Die Technologie ist zurzeit noch in Planung, wird Dolbys System aber um zwei Kanäle übertrumpfen. Nicht nur über dem vorderen Lautsprecherpaar, sondern auch über den Surround-Boxen werden zusätzliche Speaker installiert.
 

Anders denken, anders handeln

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Wahrscheinlich stehen Sie im Morgengrauen auf, bahnen sich Ihren Weg im Berufsverkehr zu jenem Platz, an dem Sie 40 Stunden in der Woche verweilen. Doch stehen Sie hinter Ihrem Beruf? Können Sie Entscheidungen der Führungsetagen nachvollziehen? Sydney Harman konnte über unsinnige Management- Verordnungen und dumpfe Arbeitsabläufe nur den Kopf schütteln. Am Quaker Collage lehrte er Theorien, indem er die Selbstbestimmung der Studenten für zukünftige Aufgaben stärkte. Das lethargische Arbeiten, immer wartend auf den Pausengong, gleicht mehr einer Legebatterie denn eines gesunden Arbeitsverhältnisses. Dr. Harmans Methoden, die Arbeitnehmer zu stärken, waren deshalb sehr unorthodox. Die Fabriken von Harman International in China bieten Klimaanlagen, Duschen, Englisch- Unterricht und monatliche Feiern, auf denen die Arbeitnehmer mit den Geschäftsführern völlig unverkrampft in Kontakt treten können. Als sein Unternehmen in den 90er Jahren Kosten senken musste, setzte er seine Arbeiter nicht einfach auf die Straße, sondern gliederte sie in andere Produktionszweige ein, wie die Herstellung von Uhren aus Holz. Für Sydney Harman ist es immer wichtig gewesen, dass auch der normale Arbeiter am Fließband als gleichwertiges Mitglied des Unternehmens angesehen wird. Für ihn stellt die emotionale Bindung zur Firma eine Schlüsselrolle dar. „Es gibt viel zu viele Unternehmer, die die Aktionäre, die Banken und Wirtschaftsanalysten an erster Stelle sehen. Dabei sind es doch die Arbeiter, die die Produktivität wahren und der Firma ein Fundament aufbauen. Was für den Arbeitnehmer gut ist, ist doch auch ein Fortschritt für das gesamte Unternehmen, oder etwa nicht?“

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