Exklusiv-Test: Burmester B10

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Exklusiv-Test: Burmester B10, Teil 2

Von Musikern für Musikliebhaber

Diese Refelxionen mindern die Abbildungstreue der akustischen Bühne. Der Burmester B10 Kompaktlautsprecher vereint Optimierungen im Einschwingverhalten und Impulstreue als Garanten für eine besonders klanglich transparente und räumliche Wiedergabe. Und was sagt der Hörtest? Der B10 ist ein warm und angenehm entspannt wirkender Klangstrahler von Musikern für Musikliebhaber. Am meisten begeisterte uns die kernig druckvolle Wiedergabe von E-Gitarren und Bässen. Die zuvor beschriebenen Anpassungsmöglichkeiten erlauben eine nützliche Annäherung an Geschmack und Raum.
 
Sehr schön wird der typisch expressive Ausdruck eines über verschiedene Dynamikstufen gekonnt gespielten Schlagzeuges dargestellt. Mit hoher Körperlichkeit erklingt eine mit dem Stick gespielte oder dem Besen gerührte Snare Drum. Schlagzeug-Becken, die nicht in Watte gepackt waren, erklangen keineswegs harsch. Der Hochtöner ist auch ein Freund sibilantenreicher Gesangsstimmen. Unserer Meinung nach übertrifft er sogar manche Bändchenhochtöner in der schärfefreien Wiedergabe. Der Vortrag vieler Stimmlagen erhält durch den B10 eine sehr plastische Abbildung, ohne dass die Stimme über Gebühr aus der Ebene zwischen den Lautsprechern vorspringt.

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Der damit verbundene emotionale Mehrwert des Gehörten ist so betörend, dass man auch als analytisch geneigter Zuhörer dem Reiz des Klanges verfällt. Wenn man die Aufnahme einer Sopranistin mit Orgelbegleitung im Kirchenraum zur Beurteilung heranzieht, so wird hier deutlich, wie verzerrungsfrei der Sopran in der höchsten Lage erklingt und dass kaum Artikulationslaute unterschlagen werden. Desgleichen wird auch der räumliche Eindruck durch die Begrenzungsflächen deutlich erfassbar, ohne dass sich an dieser Stelle alles in einem diffusen Nachhall verliert.
 
In einem anderen Beispiel, der Stepptänzerin mit Flamencobegleitung, vermissten wir auf der akustischen Bühne etwas mehr räumliche Tiefenabbildung, obwohl hier Stepp für Stepp und auch die Resonanzen des Bühnenbodens sehr gut reproduziert wurden. Ein Effekt, der sich auch bei sehr dicht arrangierten sinfonischen Werken aufzeigte. Die Durchhörbarkeit war stellenweise etwas geringer, auch wenn die Detailauflösung auf höchstem Niveau ist. In der Breite der Abbildung gab es keine nennenswerten Abstriche. Wir können nicht ausschließen, dass dieser Lautsprecher sich zur Referenz aufschwingt, wenn er von einem Burmester Verstärker angetrieben wird. Fakt ist: Damit wurde er bei der Entwicklung ausführlich kontrolliert. Wann tun Sie es?

Ausstattung

Technische Daten

(Jens Voigt)

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