Inhalte statt Hardware

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Inhalte statt Hardware, Teil 2

Apple hinkt hinterher…

Fernseher mit dem Apfel

 
Eingekaufte Fertigungslinien beim LCD-Hersteller Sharp deuten auf einen zeitnahen Einstieg Apples im TV-Segment hin. Wie beim iPhone soll eine Sprachsteuerung die Bedienung vereinfachen und dank dem App Store ist für genügend Inhaltenachschub gesorgt.
 
 
 
Auch beim Design wird der Hersteller auftrumpfen, Glas und Metall werden den Apple-Fernseher dominieren. Bleibt abzuwarten, wie hochwertig die Bild- und Tonqualität ausfallen und wie Apple die Tuner-Problematik löst – im Empfangsbereich können die Kalifornier nicht auf eigenes Know-How zurückgreifen.

Apple ausgestochen?

Google scheint damit Apple einen Schritt voraus zu sein, denn auch der Platzhirsch plant den Einstieg in das Wohnzimmer. So will Apple mit einem Flachbildfernseher den Markt der Unterhaltungselektronik entern und dabei nach aller Voraussicht Apps und eine wie gewohnt simple und zielführende Bedienung in den Mittelpunkt rücken. Noch wurden aber keine Informationen bestätigt und auch ein Termin ist noch nicht bekannt. Ob Apple im Wohnzimmer eine ähnliche Revolution wie etwa jüngst im Tablet-Bereich mit dem iPad lostreten wird, ist fraglich, denn die alteingesessenen TV-Hersteller können auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen.
 
Dennoch dürfen die Design- und Bedienprofis, die den App Store quasi erfunden haben, nicht unterschätzt werden. Apple verfügt dank iTunes über eine leistungsstarke Infrastruktur und mit dem Onlinespeicher iCloud kommunizieren bereits heute alle Apple- Geräte drahtlos untereinander. Einen derart in sich geschlossenen Mikrokosmos können andere Hersteller noch nicht vorweisen – die bereits installierte Hardwarebasis ist aber zweifelsfrei der Grundstein für den Erfolg zukünftiger Softwarelösungen. Gerade hieran kranken viele Konkurrenzmodelle, denn neue Softwarelösungen sind meist fest an eine Gerätegeneration gekoppelt. Zudem liegt die Zukunft der Eingabe in innovativen Steuerungskonzepten und dank Apples ausgereiftem iOS-Betriebssystem könnten die Kalifornier eine neue Ära im Wohnzimmer einläuten. Insider rechnen damit, dass Apples Flachbildfernseher dieses Jahr auf den Markt kommen wird.

Xbox als Unterhaltungsmaschine

Was andere Anbieter noch etablieren wollen, besitzt Microsoft bereits, denn die Xbox 360 verwandelt sich immer mehr vom reinen Spielgerät hin zum multimedialen Alleskönner. So wird Ihnen schon heute der Zugang zu umfangreichen Streaming-Angeboten gewährt und neben einigen Mediatheken der TV-Sender haben Sie als Abonnent von Sky via „Sky Go“ auch Zugriff auf das Programmangebot des Pay-TV-Anbieters. Zudem können Sie direkt über den Onlineservice „Xbox Live“ Filme und Musik kaufen oder ausleihen und direkt als Stream abrufen. Unangemessen: Für einen aktuellen hochauflösenden Film müssen Sie eine Leihgebühr von 6 Euro bezahlen, die Konkurrenz enttäuscht an dieser Stelle aber mit ähnlich horrenden Preisen.
 
Die nächste Konsolengeneration soll die multimediale Ausrichtung noch weiter ausbauen und erste Informationen deuten auf einen integrierten vollwertigen TV-Empfänger mit Aufnahmefunktion hin. Auch Video-on-Demand und Musik-Angebote sollen stark ausgebaut werden. Zudem strebt Microsoft Gerüchten zufolge ein wohnzimmertauglicheres Design an und will die Leistungsaufnahme drastisch reduzieren, damit das Unterhaltungstalent immer eingeschaltet sein kann. Einem internen Dokument zufolge feilt Microsoft zudem an einer stark erweiterten Konnektivität und die neue Xbox (Erscheinungstermin Ende 2013) soll sich neben Smartphone und Tablet auch mit einer Datenbrille verbinden lassen.
 
In diesem Szenario wird sogar davon gesprochen, die grafisch anspruchsvollen Videospiele der nächsten Generation ohne Qualitätsverlust auf die mobilen Geräte zu streamen. Ferner ist von einem lückenlosen Informationsangebot die Rede und es soll möglich sein, etwa Nachrichten einzublenden während ein Videospiel gespielt wird, oder Sie können auf einem Tablet Zusatzinformationen zu einem Schauspieler aus dem gerade laufenden Film abrufen. Zudem wird die Verschmelzung von Videospielen und Fernsehinhalten thematisiert und zukünftig könnten beide Erfahrungen in Echtzeit ineinander übergehen, z. B. wenn Punkte eines laufenden Fußballspiels in die Videospielpartie übernommen werden.

Googles Datenbrille

 
Der Internetriese Google treibt den Vernetzungsgedanken auf die Spitze und will in naher Zukunft mit einer Datenbrille für Furore sorgen. Dabei wird die Umwelt mit virtuellen Einblendungen angereichert und die Routeninformtionen von Google Maps verschmelzen nahezu nahtlos mit der Umwelt.

Die ständige Internetanbindung erlaubt es zudem, etwa beim Vorbeigehen an einem Musikplakat die Karten für die Veranstaltung gleich zu bestellen. Wann die Zukunftsvision Wirklichkeit wird ist unklar, kommen wird die in Science-Fiction-Filmen und -Spielen oft zitierte Datenbrille aber sicher.

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