Subwoofer im Stereo-Set-Up

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Der richtige Weg nach unten

Für die audiophile Fraktion bietet der Hi-Fi-Markt einiges an Möglichkeiten, das Frequenzspektrum seines Stereo-Setups sinnund stilvoll in den Bässen zu ergänzen. Wir geben Tipps, wie man seinen Subwoofer gut in die vorhandene Peripherie integriert.

Das Gefühl in einem Konzertsaal, wenn das gesamte Sinfonieorchester in einem wallenden Crescendo zum Fortissimo aufläuft, ist einfach atemberaubend. Die Intensität im Vibrato der Violinen, die Macht der Posaunen, der bebende Druck der Kontrabässe und Kesselpauken bescheren einem schnell einen kalten Schauer, wenn nicht gar eine Gänsehaut. Es ist ein einzigartiges Erlebnis, das man so im Wohnzimmer kaum reproduziert bekommt. Gerade die tieffrequenten Anteile scheinen hier ausgedünnt und es fehlt ihnen an Leben. Dabei sind die frisch gekauften Lautsprecher doch brillant und geben Ihre Musik auch impulstreu wieder. Das Problem ist aber physikalischen Ursprungs.

Die Auswahl

Insbesondere Kompaktlautsprechern fehlt schlichtweg die entsprechendeMembrangröße, um Luftmengen und damit den Schall ausreichend für großeWellenlängen mit entsprechender Energie zu versorgen. So sind dieseFrequenzen zwar gerade aufgrund der feinen Obertonstruktur derInstrumente zwar hörbar, aber unser sprichwörtliches Bauchgefühl bleibtaus. Hier kann die Anschaffung eines Subwoofers Abhilfe leisten. F ürdie Musikwiedergabe sollte dieser ganz besonderen Anforderungen genügen,somit ist man mit der Wahl eines beliebigen Modells aus demHeimkinosektor nicht gut beraten. Speziell im Hinblick auf dieheimischen Stereo-Lautsprecher wie auch auf die räumlichen Gegebenheitensollte man hier gut  überlegen, wofür man sich entscheidet.

Generell empfiehlt es sich, einen aktiven Subwoofer anzuschaffen. Hier ist die Verstärkerstufe auf den jeweiligen Treiber angepasst, außerdem belastet er den Hi-Fi-Verstärker nicht zusätzlich mit der Verstärkung energiehungriger Bassfrequenzen. Die untere Grenzfrequenz der heimischen Lautsprecher sollte ebenfalls eine Rolle bei der Auswahl spielen. Bei Standlautsprechern, die bis auf 45 Hertz (Hz) hinabreichen versteht es sich von selbst, dass es nicht lohnt einen Tieftöner anzuschaffen, der mit 40 Hz nur knapp darunter liegt. Genauso wenig Sinn macht es, für Satelliten einen Sub zu kaufen, dessen obere Trennfrequenz bei 85 Hz ihr Maximum erreicht. Es macht also Sinn diesen so auszuwählen, dass er ein bestehendes System optimal ergänzt, sonst hält sich der tatsächliche Zugewinn in Grenzen.

Anschlussmöglichkeiten

Zunächst lohnt ein Blick auf die Anschlussmöglichkeiten. Wie kann ich meinen Sub sinnvoll ins System integrieren? Seitens der Tieftöner sind meist genug Möglichkeiten zum Anschließen gegeben. Vom gewöhnlichen Line-Eingang bis hin zum Hochpegel- Eingang für normale Lautsprecherkabel ist meist an alles gedacht. Verstärkerseitig sieht das jedoch oft anders aus. Diese sind gerade im Stereo- und Hi-Fi-Bereich oft nicht auf den Betrieb mit separaten Tieftönern vorbereitet. Jedoch gibt es einige Möglichkeiten, den Bassisten dennoch zum Spielen zu bringen.

Fall 1: Am LFE-/Subwoofer-Ausgang
Wenn der Verstärker oder AV-Receiver über einen dedizierten Subwoofer-/LFE-Ausgang verfügt, hat man es leicht. Man verbindet einfach via Mono-Cinch-Kabel den entsprechenden Ausgang mit dem LFE-Eingang des Subs. Hat dieser lediglich einen Stereo- Line-In, kann man sich mit einem Y-Kabel helfen. Im Zweifelsfall genügt jedoch auch die Verbindung des LFE-Ausgangs am Verstärker mit einer der beiden Eingangsbuchsen.

Fall 2: Vorstufenausgänge
Verwendet man eine Vor- und Endstufenkombination oder einen Vollverstärker mit separaten Vorstufenausgängen, besteht die Möglichkeit, den Subwoofer mittels Line-Ein- und Ausgängen einzuschleifen. Hierfür muss man lediglich die Ausgänge der Vorstufe (Pre-Out) mit dem Line-In des Tieftöners und dessen Line-Out mit dem Endstufeneingang (Amp In) verbinden. Dabei fungiert der Subwoofer meist auch gleich als Frequenzweiche für die Hauptlautsprecher. Möchte man dies nicht, kann man bei Vollverstärkern optional das Kabel vom Sub zur Endstufe weglassen. Dann wird die Verbindung im Verstärker automatisch gebrückt. Bei Vor- und Endstufenkombinationen muss man sich mit einem zweiten Vorstufenausgang behelfen.

Fall 3: Hochpegel-Lautsprecherausgänge
Hat man einen Verstärker, der weder einen SUB-Out, noch separate Vorstufenausgänge hat, kann man den Tieftöner mittels zusätzlicher Lautsprecherkabel an die Klemmen anschließen. Da diese gerade bei höheren Kabelstärken schnell an ihre Kapazitätsgrenzen kommen, kann man sich auch hier mit speziellen Y-Lautsprecherkabeln behelfen. Verfügt der Stereo- Bolide über die Möglichkeit, ein zweites Lautsprecher-Paar anzuschließen und im Parallelbetrieb zu fahren, kann man diese Anschlüsse (soweit noch nicht anderweitig belegt) ebenfalls für den Subwoofer verwenden. Der Vorteil hierbei: Meist kann man über Wahlschalter die Lautsprecherpaare separat auswählen. So kann man den Sub jederzeit zu- und abschalten, ohne extra den Netzschalter bemühen zu müssen.

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