Von VHS zu Blu-ray

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Zurück zur DVD? Nein danke!

Der Traum, die neuesten Kinofilme in voller Pracht zu Hause bewundern zu können, begann bereits vor über 30 Jahren. Mit der VHS-Videokassette stand das erste Kinomedium für das Wohnzimmer in den Regalen sowie Videotheken bereit und es sollte nicht das letzte sein.

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Videokassetten haben bis heute ihren Reiz und jeder von uns hat seine ganz persönlichen Erinnerungen an das Medium. Ob minutenlanges Zurückspulen, abgenutzte Bänder mit Bildfehlern und Tonaussetzern oder gar Bandsalat, VHS stand stellvertretend für einen Film-und Bastelabend. Wie gut die Erinnerungen an VHS auch sein mögen, nur wenige werden sich nach den nostalgischen Bändern zurücksehnen. Die Bild-und Tonqualität ist nach heutigen Maßstäben ein Fall fürs Museum. Verwaschene, grobe Darstellungen mit schlechter Farbtreue und sinkender Bildqualität bei mehrmaliger Abspielung treiben selbst den größten Anhängern die Tränen in die Augen – jedoch nicht vor Glück. Im Tonbereich sorgte die Limitierung auf zwei Kanäle dafür, dass Mehrkanalklang nur durch Dolby-Surround-Decoder erzeugt wurde. Effekte konnten sich scheinbar im Raum bewegen, aber nicht exakt auf die vorderen und hinteren Boxen verteilt werden.

Video-Schallplatte

Nur zwei Jahre nach der Einführung der Videokassette entwickelte Philips einen ungewöhnlichen Datenträger, der ähnlich wie eine Schallplatte die Daten analog speicherte, von der Anmutung aber wie eine überdimensionale CD erschien. Unter dem Namen Laserdisc konnten Filmfans eine deutlich bessere Videoqualität als bei VHS bewundern und selbst der Ton überraschte mit echtem Mehrkanalklang in Dolby Digital und DTS. Leider war die Spielzeit der 30-cm-Scheiben auf rund 64 Minuten pro Seite beschränkt, was einen Wechsel der Disc oder eine Wendung derselben mitten im Film nach sich zog. Das Videosignal war zudem auf die gleichzeitige Übertragung von Helligkeitsund Farbinformationen beschränkt, wodurch farbige Konturen zum Ausfransen neigten. Das Laserdisc-Format konnte weder in der Filmauswahl noch in den Marktzahlen mit VHS konkurrieren und blieb bis zuletzt eine Technologie für Technikfans.

Platzsparer

Fast 20 Jahre brauchte es, um die Spielfilme auf einen neuen Datenträger zu bannen. Mit der DVD gelang das Kunststück Mitte der 1990er Jahre. Statt klobiger Plastikkassetten oder unförmiger Laserdiscs erspähten die Filmkäufer digitale Scheiben im DVD-Format. Sowohl in der Optik als auch in der Bild-und Tonqualität zog die DVD am VHS-Band und der Laserdisc vorbei. Mit einer besseren Auflösung und Farbtreue sowie echtem Mehrkanalklang gelang der DVD zum Millennium der Durchbruch. Wie im Kino war es nun möglich, mehrere Lautsprecher getrennt anzusprechen und dank eines Kanals für tiefe Frequenzen (Subwoofer) die Dramatik eines Films noch intensiver zu gestalten.

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