Philips 55OLED854 – OLED mit beeindruckendem Ambilight im Test

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Aus dem Messlabor

Die pixelgenaue OLED-Lichterzeugung verhindert ausbleichende Farben in dunklen Bildbereichen. Bereits in neutraler Voreinstellung und SDR-Signalzuspielung satte Farbdarstellung. Umschaltung in Farbraummodus „breit“ inklusive Farboptimierung hebt Grundsättigung schrittweise an

Natürliche, aber fast schon etwas zaghafte HDR-Farbabstimmung in neutralen Bildeinstellungen. Philips scheint hier die eigene Bildverarbeitung im Blick zu behalten: Selbst mit eingeschalteter Farboptimierung in geringer Stufe erscheint das Ergebnis nicht zu stark übersättigt

Überzeugende HDR-Kinofarbraumabdeckung. Kinofarben erscheinen satter als mit den meisten LED-LCD-TVs. Nur im maximalen Rottonbereich fällt die Sättigung etwas dezenter als beabsichtigt aus, die natürliche Farbabstimmung garantiert jedoch einen originalgetreuen Filmlook

Der maximale HDR-Farbraum wird vom OLED854 nur gut abgedeckt, sodass besonders im Rot- und Grünbereich nicht das maximal mögliche Sättigungsniveau erreicht werden kann. Dennoch überzeugende HDR-Farbabstimmung, sodass Sie auch mit Videospielsignalen eine satte Farbwiedergabe erleben

Die Maximalhelligkeit erreicht der OLED854 nur mit kleinsten Weißpunkten vor schwarzem Hintergrund. Die RGB-Farblichtleistung des OLED-Panels liegt bei maximaler Sättigung bei knapp 450 Nits, schwächer gesättigte Farben oder Weißlichtelemente werden auf 500 bis maximal 900 Nits gesteigert

Die Farbvolumenmessung erreicht ohne Bildnachbearbeitung schwächere Werte als mit aktivierter Farboptimierung, was einmal mehr unsere Vermutung unterstreicht, dass Philips zugunsten der eigenen Bildverarbeitung die neutralen Bildeinstellungen etwas kontrastschwächer als vorgesehen abstimmt

Farbtemperatur-Voreinstellung Warm überzeugend gelungen, aber mit Grünschimmer in helleren Bildbereichen. Andere Voreinstellungen zu kühl. Manueller 2- oder 20-Punkt-Abgleich für eine noch präzisere Wiedergabe möglich

Auch mit neutralen Bildeinstellungen Kontrastoptimierung (helle Details) bzw. Aufhellung in dunklen Bildbereichen sichtbar. Durch Perfect Natural Reality überzeugende Kontrastverstärkung mit SDR-Quellen möglich, alternativ Gamma-Wert etwas anheben

Objektbewegung durch Kamerabewegung festgehalten. Mit Zwischenbildberechnung erreicht der OLED854 eine 120-Hz-Bewegtbildschärfe, künstliche Nachzieheffekte treten nicht auf. Leichte Verfärbung von Grau- und Weißflächen nur bei Blickwinkelabweichungen (im Bild durch Weitwinkel-Kameraaufnahme)

Das Nachleuchten von statischen bunten Logos ist mit dem OLED854 gut sichtbar, der Effekt wird aber automatisch kompensiert. Gleichmäßige Helligkeitsverteilung (weniger als 10 Prozent Differenz). Keine auffälligen Schatteneffekte sichtbar. Seitlich betrachtet Türkisverfärbung von farblosen Flächen

Philips verbessert dieses Jahr die Durchzeichnung in dunklen Bildbereichen, was auch HDR-Bildinhalten zugutekommt. Allerdings ist der OLED854 anfällig für Banding-Artefakte. Der MPEG-Filter glättet das Gesamtbild zu stark, sodass sich dieser Fehler nicht überzeugend kaschieren lässt

Das OLED-Panel arbeitet in hellen Bildbereichen flimmerfrei, eine Schwarzbildeinblendung bietet Philips nicht. In dunklen Bildbereichen ist die Pixelansteuerung unruhiger, aber immer noch angenehmer als mit einer ausgeprägten LED-PWM-Ansteuerung bei LCD-TVs

Bildquelle:

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