Streamingbox: Strong LEAP-S1 im Test

Kompakter Streamer

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Strong-LEAP-S1-Vorderansicht
© Auerbach Verlag
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Wer möglichst ein breites Spektrum an Apps für VoD-Angebote nutzen will, kommt um Mediaplayer kaum herum, es sei denn, er hat bereits einen TV mit integriertem Android- oder Fire-TV-Betriebssystem. Ist dies nicht der Fall, helfen nützliche Mediaplayer wie der neue Strong LEAP-S1 weiter.

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Dieser Test erschien zuerst in der Digital Fernsehen 04/2021

Der Markt von Video-on-Demand-Anbietern wächst stetig. Kein Wunder also, dass gerade neue Angebote oft eine gewisse Zeit benötigen, um auch in den gängigen App-Portalen der TV-Hersteller zu erscheinen. Je nach System müssen eigene Apps programmiert werden, das benötigt Zeit – Zeit, die Nutzer aber auch Inhalteanbieter, oft nicht in Kauf nehmen wollen. Hier sind Mediaplayer eine nützliche Alternative. Egal ob der Amazon-Fire-TV-Stick, Android-TV-Boxen oder Apple TV, auf diesen Plattformen sind neue Angebote in der Regel schon zum oder kurz nach dem Start zu finden.

Strong-LEAP-S1-Fernbedienung

Diese Anschlüsse befinden sich an der Strong LEAP-S1-Box

Strong bietet bereits seit geraumer Zeit Android-TV-Boxen an, das neuste Modell haben wir nun im Test. Der Mediaplayer wartet mit einigen Anschlüssen auf. Neben dem Eingang für das externe 12V-Netzteil gibt es einen HDMI-Ausgang und sogar einen analogen AV-Ausgang in Form einer 3,5-Millimeter Klinkenbuchse. Die erforderliche Kabelpeitsche auf Cinch liegt allerdings nicht bei und muss bei Bedarf separat erworben werden. Dafür bekommt der Käufer ein passendes HDMI-Kabel mitgeliefert, welches nach Herstellerangaben auch 4K verarbeiten kann. Ein digitaler SPDIF-Ausgang kann auch digitale Tonsignale unkompliziert an eine Soundbar übergeben. Auf der rechten Seite sind dann noch zwei USB-Buchsen verbaut, eine davon beherrscht sogar USB 3.0. Auch ein Micro-SD-Kartenschacht ist hier zu finden. Bedienelemente oder ein Display gibt es am Mediaplayer nicht, lediglich LEDs an der Front zeigen an, wenn der Player mit Strom versorgt wird.

Die Fernbedienung ist kompakt gehalten. Strong hat neben den Grundbedienelementen noch zwei Schnellwahltasten für Netflix und Prime Video auf dem Bluetooth-Signalgeber integriert. Lobenswert: Es gibt eine Lautstärketaste, die ein Regeln auch ohne die TV-Fernbedienung erlaubt. Das werden viele Nutzer zu schätzen wissen. Ein eingebautes Mikrofon erlaubt zudem die unkomplizierte Sprachsteuerung.

So installiert man die Strong LEAP-S1

Im ersten Schritt müssen Box und Bluetooth-Signalgeber miteinander gekoppelt werden. Dazu wird den Anweisungen am Bildschirm gefolgt und wenige Sekunden später ist die Bedienung per Remote-Control möglich. Anschließend werden die Grundeinstellungen am Strong-Mediaplayer vorgenommen. Nachdem die Sprache festgelegt wurde, führt die Android-Box eigenständig ein Security-Update durch. Nach dessen Abschluss erfolgt der Google-Login, welcher einmal mehr sehr einfach mittels Codeeingabe via Smartphone oder am PC möglich ist. Eine Vielzahl im Account personalisierter Apps wird automatisch nach Bestätigung auf der Box installiert. Nach knapp zehn Minuten ist der mit Android 10 versehene Mediaplayer komplett betriebsbereit.

Hardwaremäßig gehört der Strong LEAP-S1 zu den am besten ausgestatteten Playern. Ein optischer Digitalausgang und ein analoger AV-Anschluss sind eher eine Seltenheit bei der Gerätegattung
Hardwaremäßig gehört der Strong LEAP-S1 zu den am besten ausgestatteten Playern. Ein optischer Digitalausgang und ein analoger AV-Anschluss sind eher eine Seltenheit bei der Gerätegattung

Die Strong LEAP-S1 im Betrieb

Im ersten Schritt müssen alle gewünschten und nicht bei der Erstinstallation angebotenen Apps auf den Mediaplayer gelangen. Diese lassen sich in der Regel direkt aus dem Playstore herunterladen. Alle darin verfügbaren Apps sind problemlos auf dem Gerät nutzbar. Auch für Sky Ticket ist eine App verfügbar, welche sich problemlos installieren lässt, leider kommt allerdings beim anschließenden Start, dass die App für das gewählte Gerät nicht geeignet ist. Ist alles eingerichtet und sind die gewünschten Apps installiert, steht dem TV-Vergnügen nichts mehr im Weg. Die Android-Startseite ist sehr übersichtlich und kann individuell den Sehbedürfnissen angepasst werden. Anbieter, für die kein Abo besteht, können aus der Startseite leicht entfernt werden, neue Apps lassen sich über das Plus-Symbol hinzufügen. Somit wird die Bedienung zum Kinderspiel.

Die Startseite lässt sich wie bei allen Android-Mediaplayern auch individuell mit den persönlichen Vorlieben anpassen
Die Startseite lässt sich wie bei allen Android-Mediaplayern auch individuell mit den persönlichen Vorlieben anpassen

Die Startseite ist zugleich Dreh- und Angelpunkt der Bedienung. Über die mit einem Haus gekennzeichnete „Home-Taste“ gelangt der Nutzer immer wieder auf diese zurück. Im Praxischeck wollen wir im nächsten Schritt schauen, wie flüssig die Bedienung verläuft. Zunächst starteten wir YouTube und konnten dort problemlos alle Inhalte wiedergeben. Wenn die Box mit einem UHD-Fernseher verbunden ist, wird hier natürlich bei den passenden Videos auch die höchste Auflösungsstufe angeboten. Gleiches gilt für Netflix, welches wir dann als nächstes starteten. Da ein offizielles Android auf dem Strong LEAP-S1 läuft, steht auch dieser Videodienst ohne Einschränkungen bei der Bildqualität zur Verfügung.

Das bedeutet: Bei passendem Fernseher wird auch UHD angeboten. Prime Video kann ebenfalls uneingeschränkt genutzt werden. Ebenso reibungslos verläuft der Test bei sämtlichen Mediatheken der deutschen TV-Sender sowie dem IPTV-Angebot von Zattoo. Selbst Replay und das Pausieren von Live-TV-Inhalten werden hier sehr gut unterstützt. Der Mediaplayer-Nutzer kann aber selbst festlegen, welchen TV-Dienstleister er nutzen möchte, denn neben Zattoo werden auch Waipu und Magenta TV vollumfänglich von der Box unterstützt. Problemlos sind außerdem die deutschen Angebote Joyn und TVNow nutzbar. Das Gerät überzeugt uns vollumfänglich bei der App-Unterstützung.

Das Hauptmenü ist dezent und lässt einige Einstellungen zu. Vermisst wird ein TV-Modus beim Strong-Player
Das Hauptmenü ist dezent und lässt einige Einstellungen zu. Vermisst wird ein TV-Modus beim Strong-Player

Die Sprachsteuerung der Strong LEAP-S1-Streaming-Box

Ebenfalls integriert ist der Google Assistent. Sobald man die entsprechende Taste drückt, lässt sich über die Fernbedienung ein Sprachbefehl absetzen – analog zu „OK Google“ auf dem Smartphone. Man kann Informationen abfragen wie Wetterdaten, aber auch smarte Geräte im Haushalt steuern. Manche Befehle funktionierten einwandfrei, sodass wir beispielsweise mit „Spiele Ava Max von YouTube“ problemlos zur gewünschten Sängerin gelangten. Allerdings unterstützen leider noch nicht alle Apps auch die Sprachsteuerung. TVNow beispielsweise kann derzeit nicht per Sprache gesteuert werden.

Strong-LEAP-S1-Tabelle

Konnte die Strong LEAP-S1-Streaming-Box im Test überzeugen?

Der Strong LEAP-S1 überzeugt im Test. Dank der aktuellen Android-Version 10.0 ist eine sehr breite App Vielfallt nutzbar. Das Gerät ist zudem sehr leistungsfähig, was sich sehr positiv in schnellen Navigationszeiten widerspiegelt und auch die Suchfunktion optimiert. Dank der im Lieferumfang enthaltenen Bluetooth-Fernbedienung kann der kleine Empfänger zudem versteckt, zum Beispiel an der TV-Rückseite, plaziert werden und bietet darüber hinaus sogar die Möglichkeit, per Sprachbefehl bedient zu werden.

Bildquelle:

  • Strong-LEAP-S1-Fernbedienung: © Auerbach Verlag
  • Strong-LEAP-S1-Rueckansicht: © Auerbach Verlag
  • Strong-LEAP-S1-Startseite: © Auerbach Verlag
  • Strong-LEAP-S1-Hauptmenue: © Auerbach Verlag
  • Strong-LEAP-S1-Tabelle: © Auerbach Verlag
  • Strong-LEAP-S1-Vorderansicht: © Auerbach Verlag
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3 Kommentare im Forum

  1. „Auch für Sky Ticket ist eine App verfügbar, welche sich problemlos installieren lässt, leider kommt allerdings beim anschließenden Start, dass die App für das gewählte Gerät nicht geeignet ist. … Der Strong LEAP-S1 überzeugt im Test.“
  2. Wie bereits beim der Nokia Streaming Box 8000, lassen sich auch beim Strong Leap-S1 die DNS Server in den Netzwerkeinstellungen nicht ändern.
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