Kabelnetz im neuen Vodafone-Schichtenmodell ganz unten

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@ Vodafone

Vodafones hat ein neues Schichtenmodell vorgestellt. Dies besteht aus vier Ebenen. Kabel rangiert dabei unten und 5G ganz oben.

Auf den Nokia Innovation Days in Stuttgart hat Vodafone in Person von Bereichsleiterin Local Design, Myriam Recha, bekanntgegeben, sich selbst künftig eher als Tech- denn als „Telco“-Unternehmen zu verstehen, wie unter anderem „Golem.de“ berichtet.

Zu diesem neuen Selbstverständnis gehört auch ein Vier-Schichtenmodell. Dabei liege der Fokus laut Recha auf der Zukunfsttechnologie 5G. Folgerichtig rangiert der neueste Mobilfunkstandard in dem neuen Modell auch ganz oben. In 40 habe Städten habe Vodafone mittlerweile 60 5G-Standorte in Betrieb genommen. 60 weitere sollen noch in dem nächsten halben Jahr folgen, so Recha.

Über die Wichtigkeit für das Unternehmen soll die Einordnung in dem Schichtenmodell zwar keine Auskunft geben. Und doch mutet es ein wenig seltsam an, dass das jüngst um Unitymedia bereicherte Kabelnetz an der vierten und gleichzeitig untersten Stelle in dem neuen Modell rangiert.

Vodafone bezeichnet die Struktur als Multilayernetzwerk. Zwischen Kabel und 5G sind dabei noch eine mobile Schicht und das sogenannte Internet of Things angesiedelt.

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  • vodafone: @ Vodafone

11 Kommentare im Forum

  1. Es ist in der Tat eigenartig, dass Vodafone sein Kabelnetz (Kabel Deutschland und Unitymedia) an unterster Stelle stellt und sich dahinter versteckt, dass dies nicht mit irgendeiner Wichtigkeitsreihenfolge zu tun hat. Schließlich erinnere ich mich, dass Vodafone dort, wo Vodafone DSL-Kunden auch Kabel bekommen könnten, auch auf Kabel zwangsumstellen will (damit müssten sie kein Leitungsentgelt an die Telekom zahlen, die bei allen DSL-Anschlüssen bekanntlich involviert ist), wenn nötig mit fake Behördenschreiben, wie unmittelbar nach der Übernahme von KDG bis 2017.
  2. Übel wird es vorallem, wenn Vodafone sich nach dem Brexit an keine EU-Richtline mehr halten muss. Dann geht der Spass erst richtig los...
  3. Weder 5G noch Internet-of-Things werden in den nächsten Jahren für Privatkunden und Kleinunternehmen eine Rolle spielen. UMTS, LTE, DOCSIS Kabelinternet und Resale DSL bleiben wohl die vier wichtigsten Breitbandstandards.
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