Feldversuch: „DRM+“-Sender stören UKW-Hörfunkversorgung nicht

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Bild: © jakkapan - Fotolia.com
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Ludwigshafen – Die Fachhochschule Kaiserslautern schließt die technischen Untersuchungen und Feldversuche mit „DRM+“ im UKW-Bereich ab und legt die zukunftsweisenden Ergebnisse des zweiten Feldversuchs in Kaiserslautern vor.

Die FH Kaiserslautern hatte im Jahr 2009 einen technischen Feldversuch mit dem digitalen Hörfunksystem „DRM+“ im UKW-Band durchgeführt. Die stationären und mobilen Messungen lieferten das Ergebnis, dass „DRM+“-Sender in das UKW-Band eingeplant werden können, ohne die bestehende UKW-Hörfunkversorgung zu stören. Das teilt die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz (LMK) mit.
 
„DRM+“-Sender hätten außerdem bei gleicher Sendeleistung eine größere Reichweite und eine bessere Versorgungssicherheit im mobilen und portablen Empfang als die bisherigen FM-Rundfunksender.
 
„DRM+“ ist ein neues digitales Hörfunksystem auf Basis des DRM-Standards, mit dem der UKW-Hörfunkbereich digitalisiert werden könnte, so die LMK. „DRM+“ biete die Möglichkeit, auf einer UKW-Frequenz bis zu vier digitale Hörfunkprogramme und Zusatzanwendungen auch bei hohen Geschwindigkeiten in Fahrzeugen zu empfangen.
 
In Kooperation mit der LMK und weiteren Projektbeteiligten hatte die Fachhochschule Kaiserslautern seit 2005 theoretische Untersuchungen, Labormessungen und insgesamt zwei Feldversuche mit „DRM+“ im UKW-Band (87,5 bis 108 MHz) in Kaiserslautern durchgeführt. Hierbei seien erfolgversprechende Ansätze zur Einplanung von digitalen Sendern mit „DRM+“ im bestehenden UKW-FM-Umfeld erarbeitet worden. Die Ergebnisse sind der LMK zufolge maßgeblich auch in den Standardisierungsprozess von „DRM+“ bei ETSI eingeflossen.
 
Im ersten Feldversuch im Jahr 2008 wurde zunächst die potenzielle Störwirkung von DRM+ auf die FM-Versorgung ermittelt und die weltweit erste „DRM+“-Audioübertragung realisiert (DIGITAL FERNSEHEN berichtete).
 
Der zweite Feldversuch, der Anfang 2009 begann und vor kurzem abgeschlossen wurde, wies der Landeszentrale zufolge nach, dass „DRM+“ eine wesentlich höhere Reichweite als FM-Sender bei gleicher Sendeleistung besitzt und durch FM-Sender kaum gestört wird. Eine „DRM+“-Versorgung sei daher gegenüber einem FM-Sender technisch weit überlegen.
 
Parallel zu den praktischen Erprobungen seien in der LMK mit einer rechnergestützten Frequenzanalyse-Software erste realisierbare Frequenzumstellungen erfolgreich modellhaft berechnet worden. So habe auch die Machbarkeit der Umstellung von FM-Sender einer landesweiten UKW-Hörfunkkette in DRM+-Gleichwellennetze nachgewiesen werden können. [ar]

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10 Kommentare im Forum

  1. AW: Feldversuch: "DRM+"-Sender stören UKW-Hörfunkversorgung nicht Digital Restrictions Management + noch mehr Gängelung damit der Verbraucher das digitale Radio noch besser annimmt als bisher Nein Nein, ist ein Standart für die übertragung mit sehr schlecht gewähltem Namen
  2. AW: Feldversuch: "DRM+"-Sender stören UKW-Hörfunkversorgung nicht Ich sehe das eher umgekehrt: So wie DIVX aus einem "bösen" DRM-System einen "guten" Codec machte, ist DRM vielleicht eines Tages nur noch als Bezeichnung für ein digitales Radiosystem geläufig...
  3. AW: Feldversuch: "DRM+"-Sender stören UKW-Hörfunkversorgung nicht Ach so, und ich dachte schon: Digital Rights Management (Kopierschutz) + (Gängelung) Irgendwie reagiere ich auf + allergisch. Das ist wirklich eine selten dämliche Abkürzung
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