Funkstille bei Radio Energy Hamburg nach Hackerangriff

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Die private Radiosenderkette Energy ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Seit Dienstagabend kann deshalb das lokale Radioprogramm Energy Hamburg nicht ausgestrahlt werden, wie ein Sprecher der Radio NRJ GmbH mit Hauptsitz in Berlin am Mittwoch sagte.

Derzeit werde in Hamburg als Ersatz auf der UKW-Frequenz 97,1 MHz sowie auf den Ausspielwegen DAB Plus und im Internet das bundesweite Programm Energy Hit Music Only des Unternehmens angeboten.

Wie lange das Hamburger Lokalprogramm nicht verfügbar sein wird, sei noch nicht klar. Die Programme der anderen Lokalradio-Standorte sind dem Energy-Sprecher zufolge derzeit nicht von dem Angriff betroffen. Laut Programm-Managerin Anna Ehle gibt es zu den Hintergründen und den möglichen Tätern noch keine weiteren Infos. „Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die Schäden des Hackerangriffs zu beheben und so schnell wie möglich wieder […] On Air zu gehen.“

Das Landeskriminalamt Hamburg ermittelt zu dem Vorfall, wie die Polizei auf dpa-Anfrage bestätigte. Server und PC-Arbeitsplätze des Unternehmens seien betrofffen. Der Angriff verschlüsselt demnach die Daten.

In den vergangenen Monaten kam es auch in anderen Medienhäusern zu Cyberangriffen. Betroffen war jüngst auch die Madsack-Mediengruppe in Hannover mit zahlreichen Regionalzeitungen in mehreren Bundesländern. Bereits im Dezember gab es ein Cyberangriff auf die Funke-Mediengruppe, die ebenfalls Regionalzeitungen im Portfolio hat. Nun ist mit Radio Energy Hamburg erstmals ein Hörfunksender betroffen.

Es ist unklar, ob dabei ein Zusammenhang bestehen könnte.(dpa/bey)

Bildquelle:

  • Mobilfunk-Sendemast-Funk: © John Smith - Fotolia.com

4 Kommentare im Forum

  1. Schade das die Hacker nicht selber ein Programm über die vorhandene Infrastruktur gesendet haben! Man hätte die Chance gehabt ein anständiges Programm mit wirklicher Abwechselung zu fahren.
  2. Naja ich denke ein Hacker hat nur die Sendeabwicklung blockiert. Wenn man die Frequenz übernommen hätte, hätte ja Energy nicht die Digitalversion auf UKW, DAB+ senden können.
  3. Mit einem Backup hätte man das Problem schnell beseitigt. Aber Backups sind was für Weicheier...
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