RTL und ProSiebenSat.1 verlängern SD-Verbreitung über Astra bis 2024

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© SES

Der unverschlüsselte Empfang der Free-TV-Programme von ProSiebenSat.1 und der RTL-Senderfamilie in SD-Qualität über SES-Astra ist bis 2024 gesichert. Für Astra-Geschäftsführer Christoph Mühleib ein klares Signal für Sat-TV.

Die Mediengruppe RTL Deutschland sowie die ProSiebenSat.1 Media SE haben ihre Partnerschaftmit dem Satellitenbetreiber SES verlängert. Der neue Distributionsvertrag umfasst die Ausstrahlung der jeweiligen Free-TV-Sender in Standardauflösung (SD) über die Astra 19,2° Ost.

Christoph Mühleib, Geschäftsführer Astra Deutschland, hat einige Fragen zu den neuen Distributionsverträgen beantwortet:

Welche Kanäle umfassendie Vereinbarungen mit den Sendergruppen ProSieben-Sat.1 und RTL?

Mühleib: „Die derzeit laufenden Vereinbarungen über eine SD-Verbreitung betreffen alle Free-TV Sender der beiden großen Mediengruppen.“

Rechnen Sie mit weiteren, ähnlichen Vereinbarungen mit anderen Senderfamilien?

„Die Entscheidung liegt natürlich immer bei den Sendern, deshalb halte ich mich lieber an Tatsachen, anstatt Einschätzungen abzugeben. Aber Fakt ist, dass alle werbefinanzierten Sender, die man derzeit im Free-TV empfangen kann, auf eine möglichst hohe Reichweite angewiesen sind. Das bringt deren Geschäftsmodell nun mal mit sich. Und eine hundertprozentige Reichweite ist hinsichtlich der technischen Möglichkeiten in den Haushalten derzeit – und auch auf die nächsten Jahre gesehen – nur möglich, wenn der Senderbetreiber an einer SD-Übertragung festhält.“

Welche Bedeutung messen Sie dem SD-Standard bei?

„Die SD-Übertragung, oder besser gesagt die Übertragung in MPEG2, hat einen hohen Stellenwert für den deutschsprachigen Fernsehmarkt. Laut unserer letzten Messung haben zwar bereits knapp 78 Prozent aller TV-Haushalte in Deutschland die Möglichkeit, ihr Programm in HD-Qualität zu sehen. Das heißt aber auch im Um-kehrschluss, dass jeder fünfte Haushalt nicht in der Lage ist, HD auf dem Fernseher zu empfangen. Und da sprechen wir noch nicht von den Zweitgeräten in den Haushalten. Wenn Sie also als Fernsehsender alle Haushalte in Deutschland erreichen wollen, sind Sie nach wie vor auf SD angewiesen.“

Quelle: AG Sat

Bildquelle:

  • SES-Astra-Satellit-Antenne: © SES

96 Kommentare im Forum

  1. Naja wenn ein Sender weiterhin in SD verbreitet werden möchte ist das eigentlich für mich kein klares Zeichen für Sat. Sondern eher kurz vor der Peinlichkeit, denn anderen Verbreitungswege wie Kabel (teils kostenlos in HD) oder WebTV/IPTV gibts den Nachfolger HD 78% der Zuschauer empfangen HD. Und die ARD schafft es bei mehr als 3/4 der Zuschauer auch nicht mal die SD Abschaltung anzukündigen.
  2. Hoffentlich gehen jetzt all den die Augen auf, die hier immer labern HD wäre bei uns Standard. Einfach nur noch peinlich und lächerlich! RTL und ProSieben feien die Fortführung dies fürchterlichen Pixelmatsches ja förmlich als Erfolg. Das alles nur, um mit ihrem Werbe PayTV in HD noch zusätzlich Geld scheffeln zu können.
  3. Man hat außerdem meist nicht die Möglichkeit auf SAT durch den Vermieter und vor allem nicht bei 2. Geräten in anderen Zimmern. Gerade bei 2. und 3. Geräten ist das Internet vorteilhafter. Wie ist das bei SAT wenn man 2. und 3. Geräte hat und in HD sehen möchte muss man dann 3 mal HD Plus buchen?
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