NDR goes UHD

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NDR UHD? Gibt’s nicht? Gibt’s doch! DIGITAL FERNSEHEN verrät, was die Zukunft in puncto UHD beim NDR mit sich bringt und wo die bereits produzierten Inhalte zu sehen sind.

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Relativ klammheimlich lief an Neujahr eine Produktion im NDR Fernsehen, die via der HbbTV-Mediathek und bei Youtube in UHD verfügbar gemacht wurde. Die Rede ist von der Produktion „Nordstory: Links und Rechts der Elbchaussee„. Das im Titelbild erdachte Senderlogo, sah dabei in Wirklichkeit etwas anders aus, wie auf diesem Bild (etwas undeutlich links oben) zu sehen ist:

NDR UHD Senderlogo in "nordstory"
Bild zur Verfügung gestellt vom NDR

Auf Anfrage von DIGITAL FERNSEHEN heißt es, dass eine lineare Ausstrahlung dabei auch in Zukunft vorerst nicht angedacht sei, der Fokus liege hier auf On-Demand-Abruf, so ein Sprecher des NDR. Der Norddeutsche Rundfunk belässt es aber nicht bei einem einmaligen Experiment.

Erstens: Es gab schon vor der „Nordstory“ über die Hamburger Prachtstraße eine UHD-Produktion. Die „Nordreportage: Heidi – das Original vom Fischmarkt“ von Autor Stefan Mühlenhoff lief linear in HD bzw. SD am 19. November 2020, um 18.15 im NDR Fernsehen. Diese ist jedoch nicht mehr verfügbar.

Zweitens: Sind die UHD-Pläne so weit gediehen, dass nach zwei Jahren mit jeweils einer Produktion in Ultra HD pro Jahr die Frequenz nun hochgefahren wird. Ziel sei es, „ca. 3 Leuchtturmproduktionen im Jahr in UHD/HDR umzusetzen. Ab Mitte Februar startet der Dreh für eine Doppelfolge „Länder Menschen Abenteuer“. Das Sendedatum steht aber noch nicht fest.“ Aber schon bald recht bald gibt es also mehr UHD-Futter für den geneigten Zuschauer. Zusätzlich sei eine weitere „Nordstory“ in der zweiten Jahreshälfte geplant. Weitere Produktionen seien dabei auch nicht ausgeschlossen.

Konkrete Vorstellungen des NDR in puncto UHD

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Auch unter technischen Gesichtspunkten hat der NDR ein ganz klare Strategie, und die heißt: UHD mit HDR. Der visuelle Mehrwert liege für die Sendeanstalt vorrangig bei HDR mit seinem vergrößertem Kontrastumfang, aber auch dem erweiterten Farbraum durch Wide Color Gamut. Also eine große Bandbreite an Farben, Tönen und Texturen, die den Alltag realistischer abbilden.

Der komplette Workflow der bisherigen Produktionen wurde laut NDR in p25 durchlaufen. Der Look von p25 sei dabei gewünscht gewesen. Hinzu kommt, dass so im Verhältnis zu p50 die Hälfte an Daten eingespart werden konnte, was positive Auswirkung auf den Workflow und die Bearbeitungszeiten hat.

Der NDR hat dabei im ersten Schritt auf eigene produzierte Inhalte gesetzt. Durch eine zentrale Koordination wurde ein schlanker einheitlicher Produktionsworkflow erarbeitet, um möglichst Ressourcenschonend und effizient zu produzieren und das bei einer möglichst hohen Qualität. Das sei nach eigenen Angaben auch gelungen. Über diese zentrale Koordination würden auch weitere neue „Leuchtturmprojekte“ gesucht und ausgewählt. Extern produzierte Inhalte seien aber auch zeitnah genauso denkbar. Hier gelten die gleichen Parameter wie bei den selbst produzierten Inhalten.

Quelle: NDR auf Anfrage von digitalfernsehen.de

Bildquelle:

  • df-ndr-uhd-szene-mit-senderlogo: NDR
  • df-ndr-uhd-collage: gimp
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42 Kommentare im Forum

  1. Trotzdem finde ich es sehr befremdlich , dass in UHD ( teurer) produziert wird und dann doch nicht "linear" ausgestrahlt wird.
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