Tagebücher von Manfred Krug veröffentlicht

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Manfred Krug in
© SFB
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Manfred Krug ist einer der wenigen Schauspiellieblinge Deutschlands, die im Osten und Westen gleichermaßen beliebt sind. Heute erscheinen seine Tagebücher.

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„Jeder über 50 sollte ein Tagebuch führen, weil er dann mehr erlebt.“ Der Schauspieler, Musiker und Autor Manfred Krug (1937-2016) hat die Vorgabe seiner eigenen Tagebuchnotiz befolgt. „Was ich heute nicht aufschreibe, das werde ich morgen nicht erlebt haben“, notierte er am 4. August 1997. Die Aufzeichnungen des deutsch-deutschen Künstler („Spur der Steine“, „Tatort“) aus den 1990er Jahren veröffentlicht der Berliner Kanon Verlag erstmals in dem Band „Ich sammle mein Leben zusammen – Tagebücher 1996–1997“.

In dieser Phase gerät Krugs Leben erneut gehörig durcheinander. Er kümmert sich um ein uneheliches Kind. Verliert mit dem Tod des Schriftstellers Jurek Becker einen engen Freund und erleidet dann selbst einen Schlaganfall. Nach der Jahrtausendwende zeiht sich der Charakterdarsteller aus dem Fernsehen zurück, verlegt sich aber unter anderem wieder auf die Jazz-Musik. Manfred Krug verstarb am 21. Oktober 2016. Am 8. Februar wäre er 85 geworden.

Herausgegeben wird der Band dabei von Krista Maria Schädlich, die als enge Vertraute seine Bücher betreute. Krug beschrieb Teile seines Lebens bereits etwa in „Abgehauen“ über seine Übersiedlung aus der DDR in die BRD 1977.

Krug hatte nach seiner Beteiligung an den Protesten gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976 keine Rollen mehr angeboten bekommen. (dpa/bey)

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