Wo die „Lindenstraße“ weiterlebt

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Bild: WDR

Originalkulissen der Ende März ausgelaufenen ARD-Kultserie „Lindenstraße“ werden in einem Museum in Rheinland-Pfalz wieder aufgebaut und bald begehbar sein.

Bereits gegen Ende des Jahres sollen die Requisiten des Cafés Bayer und des Restaurants Akropolis für Fans der Serie der Öffentlichkeit zugänglich sein, berichtete das Technik Museum in Speyer. Sprecherin Corinna Siegenthaler sagte, zur Eröffnung würden Ehrengäste aus dem Produktionsteam erwartet. Seit 2012 steht bereits die Küche der schrulligen Filmfigur Else Kling in dem Museum – originalgetreu, vom Kruzifix über klobige Bierhumpen bis zum Volksempfänger. Schon jetzt ein Magnet für „Lindenstraßen“-Zuschauer aus ganz Deutschland.

„Außer uns erhalten nur die Deutsche Kinemathek in Berlin und das Haus der Geschichte in Bonn vom WDR Kulissen und Drehbücher der „Lindenstraße“, erzählte Siegenthaler. Die Requisiten wurden bereits im Januar von einem Team des Museums in Köln demontiert. „Das Café Bayer und das Akropolis ziehen direkt neben das schon vorhandene „Lindenstraße“-Zimmer in unseren Wilhelmsbau“, sagte die Sprecherin. Während die Kling-Küche mit Plexiglas abgeschirmt ist, sollen Besucher die neuen Kulissen auch begehen dürfen.

Die Idee, die Küche nach Speyer zu holen, entstand 2009. Da erhielt der damalige Museumschef Hermann Layher den Pfälzer „Saumagen-Orden“ und traf Marie-Luise Marjan, die als „Helga Beimer“ zum Schauspieler-Urgestein der Serie zählt. Schnell wurde man sich einig, und Produzent Hans W. Geißendörfer besuchte Speyer und stimmte zu. Heute liegen in der Ausstellung auch viele Drehbücher sowie Kostüme und Zeichnungen. Die Wände ziert die Original-Tapete aus der Serie.

Hausmeisterin Else Kling, gespielt von Annemarie Wendl-Kleinschmidt (1914-2006), wachte mehr als 20 Jahre über die Sitten in Deutschlands wohl bekanntester TV-Straße und grantelte in der bajuwarischen Küche immer wieder über „Sodom und Gomera“ (sic!) bei ihren Nachbarn.

Angesichts des Endes der Kultserie zum 29. März habe schnell festgestanden, dass das Haus der TV-Reihe auch weiterhin eine Plattform geben wolle, sagte Museumsleiter Andreas Hemmer. „Für Fans soll die Serie im Wilhelmsbau weiterleben – und ein Ort sein, um in Erinnerungen zu schwelgen.“

Bildquelle:

  • Lindenstrasse-Vorspann: WDR

4 Kommentare im Forum

  1. Wenigstens hat die Lindenstrasse nochmal für Schlagzeilen gesorgt, als es hiess, sie wird sterben :-) während der letzten Jahre hat sich kaum noch einer wirklich dafür interessiert, aber als das Ende nahte war der Aufschrei gross. Ich frag mich nur, vermisst sie eigentlich jemand ?? wer schaltet Sonntags immer noch aus Gewohnheit zur selben Uhrzeit die ARD ein?? :-)
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