ARD-Boxvertrag: WDR-Rundfunkrat gibt ebenfalls grünes Licht

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Nach langen Diskussionen hat jetzt auch der WDR dem geplanten Boxvertrag zwischen Promoter Sauerland und der ARD zugestimmt. Nach Vorlage des ersten Vertragsentwurfs war in den Rundfunkräten eine kontroverse Diskussion über die Kosten entbrannt.

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Nach der am Dienstag bestätigten Zustimmung des WDR-Rundfunkrates, der zuvor mit einem Veto den Vertrag überhaupt erst in Frage gestellt hatte, scheint der Weg für den Abschluss zwischen dem Sauerland-Boxstall und dem Ersten frei. Lediglich das Okay des Südwestrundfunks steht noch aus. Die ARD will sich auf der nachverhandelten Grundlage die Rechte für die Übertragung von Profi-Boxkämpfen für den Zeitraum 2013 bis 2014 sichern. In Medien war für den ursprünglich geplanten Dreijahresvertrag von 2013 bis 2014ein Betrag von 54 Millionen Euro verbreitet worden.
 
Erst nach vielen Eingeständnissen beider Seiten konnte eine Lösung gefunden werden, die so auch von den Rundfunkräten akzeptiert werden konnte, hieß es von Senderseite. Bereits Ende Juni hatten die Kollegen vom NDR dem Vertrag in seiner modifizierten Form zugestimmt. (DIGITALFERNSEHEN.de berichtete). Nach wie vor hält sich die öffentlich-rechtliche Sendeanstalt bedeckt, wieviel Geld im Rahmen des nachbearbeiteten Vertragswerks an Sauerland fließen soll.

„Der auf Initiative der Gremien geänderte Vertrag mit verkürzter Laufzeit, verringerter Anzahl an Boxkämpfen und entsprechend reduzierten Kosten sowie dem Verzicht auf eine einseitige Verlängerungsoption seitens der ARD stellt aus Sicht des WDR-Rundfunkrats einen akzeptablen Kompromiss dar“, sagte die Rundfunkratsvorsitzende Ruth Hieronym vom Westdeutschen Rundfunk am Dienstagnachmittag lediglich.

Dennoch ändere die letztendliche Zustimmung nichts an grundsätzlichen kritischen Haltung vieler Ratsmitglieder gegenüber dem Vorhaben der ARD. Insbesondere sei der WDR-Rundfunkrat nicht bereit, in Zukunft seine Zustimmung zu weiteren Profi-Boxkämpfverträgen in dieser Höhe zu erteilen, betonte die Vorsitzende.

Die WDR-Intendantin und ARD-Vorsitzende Monika Piel sagte, dass „die Sportberichterstattung in der ARD sich durch eine große Bandbreite und Vielfalt auszeichnet. Dazu zählt auch das Boxen, das seit Jahren ein begeistertes Publikum findet“. Die Zustimmung des WDR-Rundfunkrates bezeichnete sie als „Entscheidung im Interesse der Zuschauer“.

Der WDR betonte in seiner Mitteilung, dass der Entscheidung ein intensiver Austausch über den öffentlich-rechtlichen Auftrag im Bereich der Sportberichterstattung vorausgegangen sei. Zuletzt hatte bereits das ZDF mit seiner Entscheidung für Kritik gesorgt, dem Privatsender Sat.1 für einen nicht bezifferten Millionenbetrag im mittleren zweistelligen Bereich die Übertragungsrechte für die UEFA Champions League abspenstig gemacht zu haben. [mho]

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