ARD-Programmdirektor Herres will Verjüngungskur durch die Dritten

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Bild: Destina - Fotolia.com
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Um das ARD-Programm zu verjüngen, setzt Programmdirektor Volker Herres auf die Dritten. Die Landesrundfunkanstalten sollen künftig verstärkt neue Formate entwickeln und neue Moderatoren und Aushängeschilder fördern.

In einem Interview in der Mittwochsausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ forderte der Programmdirektor die Landesrundfunkanstalten auf sich wieder auf ihre traditionelle Rolle als Entwicklungsstube zu besinnen. Die Programmverjüngung müsse durch eine Initiative der Redaktionen angestoßen werden und „über die handwerkliche Machart und die Protagonisten“ stattfinden. Dabei bedauere Herres die mangelnden „Eigengewächse“ im Unterhaltungsbereich. Journalisten ließen sich ausbilden, Entertainer nicht.

In einem Interview in der Mittwochsausgabe der „Frankfurter AllgemeinenZeitung“ forderte Herres die Landesrundfunkanstalten auf,sich wieder verstärkt auf ihre traditionelle Rolle als Entwicklungsstube zubesinnen. Die Programmverjüngung müsse durch entsprechende Initiativen derRedaktionen angestoßen werden und „über die handwerkliche Machart unddie Protagonisten“ stattfinden. Dabei bedauere Herres die mangelnden“Eigengewächse“ im Unterhaltungsbereich. Journalisten ließen sichausbilden, Entertainer hingegen nicht.

SWR-Intendant Peter Boudgoust hatte im Rahmen der Verjüngungsdebatte wiederholt einen eigenen Jugendkanal der ARD vorgeschlagen (DIGITAL FERNSEHEN berichtete). Eine entsprechende Notwendigkeit sieht Herres dagegen nicht. Er betonte gegenüber der Zeitung, dass es dafür einer medienpolitischen Beauftragung bedürfe. Zudem sei das trimediale Modell des jungen ARD-Radiowellen „aussichtsreicher und erfolgsversprechender“. Hinzu komme, dass durch die Reform des Gebührenmodells nicht mehr Geld als in der Vergangenheit zur Verfügung stehe.
 
Im Ersten sieht ARD-Programmdirektor Herres schon Fortschritte, beispielsweise in der Neuausrichtung des Eurovision Song Contests. Dieser sei „das herausragende Beispiel für junge Unterhaltung“, sagte er ungeachtet der in diesem Jahr gegenüber den Vorjahren abgefallenen Quoten. Ebenfalls positiv wertete Herres die Rückkehr der Echo-Verleihung ins Erste sowie den „Experimentierplatz“ am Sonntagabend sowie „innovative und junge“ Formate wie die Krimireihe „Mord mit Aussicht“. [js]

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3 Kommentare im Forum

  1. AW: ARD-Programmdirektor Herres will Verjüngungskur durch die Dritten Heutzutage, wo die Programme rund um die Uhr senden, ist so eine Initiative eher Gift.
  2. AW: ARD-Programmdirektor Herres will Verjüngungskur durch die Dritten Grundsätzlich freue ich mich schon über mehr Inhalte für junge Zuschauer. Aber ich denke auch für ältere Menschen soll es Fernsehsender geben. Wäre eigentlich schon damit zufrieden, wenn einige öffentlich-rechtliche Sender attraktive Inhalte für junge Zuschauer bieten würden. Die Dritten können sich dann ruhig auf die älteren Zuschauer konzentrieren.
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