ARD auf Sparkurs: Vormittagssendung wird abgesetzt

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Die ARD wird die Vormittagssendung „Live nach Neun“ demnächst absetzen. Grund dafür sind Einsparungen im Programmbudget.

„Live nach Neun“ soll noch bis Ende 2023 im Ersten zu sehen sein. Danach ist Schluss. Vergangenen Dienstag soll die Absetzung von der Videoprogrammkonferenz beschlossen worden sein, wie die ARD am Donnerstag mitteilte. Das Format ging im Mai 2018 erstmals auf Sendung. Verantwortlich für die Show ist der WDR.

ARD-Sendung "Live nach Neun"
„Live nach Neun“ läuft nur noch bis Ende 2023 im Ersten. Foto: WDR

ARD will sich neu strukturieren

ARD-Programmdirektorin Christine Strobl und ARD-Chefredakteur Oliver Köhr dazu: „‚Live nach Neun‘ hat fünf Jahre lang mit einem Mix aus Gesprächen, emotionalen Themen, Service und Nachrichten die Stunde wochentags ab neun Uhr morgens im Ersten geprägt. Für die engagierte Arbeit und die immer aktuelle Berichterstattung nah an den Menschen bedanken wir uns bei dem gesamten Team vor und hinter der Kamera. Die ARD befindet sich mitten in einer Neustrukturierungsphase, die nicht ohne Einsparungen im linearen Programmbudget auskommt, um die notwendigen Umschichtungen in die ARD Mediathek zu ermöglichen. Deshalb können wir uns leider nicht mehr alles in vollem Umfang leisten, was wir derzeit im Ersten anbieten, und müssen ab dem kommenden Jahr schweren Herzens ein beliebtes tägliches Programm einstellen.“

Welches Format ab 2024 den Sendeplatz um 9 Uhr morgens im Ersten erhält und damit die Nachfolge von „Live nach Neun“ antritt, ist aktuell noch unklar.

Quelle: ARD Das Erste

Bildquelle:

  • livenachneun: WDR
  • ardlogo: ARD/ Design

24 Kommentare im Forum

  1. Unabhängig von Sinn und Qualität der betroffenen Sendung ein Schritt in die falsche Richtung, nämlich weg vom Rundfunk und hin zu einer Ansammlung von Videoclips im Internet.
  2. Bekommen wie bestellt. Nach Einsparungen gerufen, da sind sie. Und nicht die ersten und letzten.
  3. Es ist ja keine Einsparung, sondern das Geld wird nun nicht mehr für Programm und Rundfunk, sondern für rundfunkbegleitende Dinge ausgegeben. Steht da doch und wurde auch von mir zitiert.
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