Arte ändert heute Programm: Russische Künstler beziehen Stellung

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Arte ändert am Freitagabend sein Programm und strahlt um 23.35 Uhr ein „Tracks Spezial“ aus, in dem russische Künstler und Aktivisten Stellung zur aktuellen Lage in Russland und der Ukraine beziehen, berichten und informieren.

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Um die Sendung auch einem russischsprachigen Publikum zugänglich zu machen, ist auch die Deutsche Welle in das Projekt eingestiegen und wird das Programm in Gesamtlänge auf ihrem YouTube-Kanal DW Reportaschi auf Russisch weltweit abrufbar zur Verfügung stellen. Das teilte Arte am Donnerstag mit. Die russische Fassung wird auch in der Arte-Mediathek sowie in Ausschnitten auf dem Tracks-YouTube-Kanal zu sehen sein, so der Kultursender. Den Inhalt des Programms kündigt der Sender folgendermaßen an:

Der brutale Feldzug von Putins Regime gegen die Ukraine nimmt einen Monat nach seinem Anfang immer verheerendere Ausmaße an. Widerstand und Protest sowie Solidarität und Hilfsbereitschaft nehmen jedoch ebenso zu, auch und gerade in der Popkultur – und dies auch in Russland und unter den Exilrussen und -russinnen. „Tracks“ will den Artrockern von IC3PEAK, Rappern wie Face und Oxxxymiron, der Punkrock-Band Pussy Riot oder dem Social-Media-Star Nikita Sass eigenen Angaben zufolge ein Forum geben, ihre Sicht der Dinge zu zeigen, für die sie mehrheitlich das Land verlassen mussten, sofern sie die Möglichkeit dazu hatten. Außerdem will die Sendung einen Blick auf die russische Exil-Community in Berlin werfen und hört vom Street-Art-Fotografen Olf, wie er seine Freunde in der Ukraine besucht hat, die sich für einen Einsatz an der Front vorbereiten, ist der Ankündigung zu entnehmen.

Auf dem YouTube-Channel von „Tracks“ sollen über die Sendung hinaus weitere Inhalte zum Thema zur Verfügung stehen. „Tracks“ spricht laut Arte mit Akteuren der deutschen HipHop-Szene wie Kontra K, dessen Wurzeln sowohl in der Ukraine als auch in Russland sind; Massiv, der selbst Hilfsgüter an die ukrainische Grenze gebracht hat und sich für Flüchtlinge einsetzt; Olexesh, der ukrainischer und belarussischer Abstammung ist. „Tracks“ schaut aber auch in die Ukraine selbst und spricht mit Musikern wie Alyona Alyona, die mit Olexesh gemeinsam einen Song aufgenommen hat.

Text: Arte/ Redaktion: JN

Bildquelle:

  • arte-tracks: Selective Artists
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