„Die Bestatterin“ ist zurück: Neuer Fall heute im TV

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Die Bestatterin
Foto: SWR/ Daniel Schmid

Auch wenn ihr mal ein Sarg runter plumpst: Lisa Taubenbaum mischt in „Die Bestatterin“ als Hobby-Kriminalistin die schwäbische Provinz auf.

Sie ist eine Ausnahme-Erscheinung in der Masse der Fernseh-Ermittler: Anna Fischer tritt zum dritten Mal seit 2019 als Beerdigungsunternehmerin Lisa Taubenbaum in Erscheinung, um einen Kriminalfall zu lösen. Der neue Fall der Reihe „Die Bestatterin“ – „Zweieinhalb Tote“ – läuft am Donnerstag um 20.15 Uhr im Ersten.

Diesmal liegt ein Auto im Fluss, mit zwei Leichen im Innenraum. Doch es müsste eigentlich eine mehr sein: Denn drei junge Männer sind auf der Fahrt zu einem Junggesellenabschied in ihrem Auto verunglückt und von einer Brücke ins Wasser hinuntergestürzt. Zwei der Toten werden geborgen und von der Bestatterin Lisa Taubenbaum identifiziert. Nach dem dritten Mann, dem Autobesitzer Mario, wird vergeblich getaucht.

In der Schulzeit war er einmal mit Lisa liiert, daher trauert sie umso mehr mit seiner Familie. Die Bestatterin glaubt nicht an einen Unfall: Mario hätte als leidenschaftlicher Fahrer selbst am Steuer gesessen. So versucht sie, den ermittelnden Stuttgarter Kommissar Thomas Zellinger (Christoph Letkowski) auf diverse Ungereimtheiten aufmerksam zu machen. Der ist fest der Ansicht, dass Mario (Jakob Geßner) den Unfall absichtlich verursacht hat. Doch dann taucht der totgeglaubte Mann nach einigen Tagen tatsächlich leibhaftig auf.

„Bei ‚Die Bestatterin‘ sind wir aufs Ganze gegangen“

Anna Fischer (36) will sich im dpa-Interview nicht festlegen, ob die Schwäbin Lisa Taubenbaum die Rolle ihres Lebens ist. „Wie sich alles weiterentwickelt, kann ich nicht sagen – ich mache keine Pläne, um ehrlich zu sein. Jeder Tag kann ein anderer sein.“ Dennoch zeigt sie sich begeistert von den bisherigen Filmen dieser Reihe. „Bei ‚Die Bestatterin‘ sind wir aufs Ganze gegangen und haben einfach gemacht, was wir wollten und konnten. Wir sind ein Krimi – nicht Friedrich Schiller oder Edgar Allen Poe, aber anders. Man merkt’s, hoffe ich.“

Die Autoren Matthias Kiefersauer („München Mord“) und Alexander Liegl („Falsche Siebziger“) sowie Regisseur Fabian Möhrke („Herr und Frau Bulle“) haben einen hübsch schrägen Landkrimi an weitgehend unbekannten Drehorten und zudem ausgesprochen locker und mit viel Humor inszeniert. Ganz besonders glänzt in der neuen Episode Artus Maria Matthiessen als Lisas Vater Alfons, der trinkfest im Rollstuhl sitzt und auf eine weitere Leiche hofft – die seien schließlich gut fürs Geschäft. Überhaupt agieren hier sehr gut aufgelegte Schauspieler. Vor allem natürlich Anna Fischer, deren frecher Figur einfach alle ihr Herz ausschütten und die den ganz schön kniffligen Fall daher nahezu allein löst. Dass auch und gerade in der deutschen Provinz solche sehenswerten Filme entstehen – des is scho recht.

Text: dpa/ Redaktion: JN

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