Sonderprogramm zum Jahrestag der Flut im Ahrtal startet bereits heute

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Logos von ARD und ZDF
Bildrechte: ARD/ZDF
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Die Jahrhundertflut im Sommer 2021 forderte zahlreiche Opfer und richtete im Ahrtal unvergleichlichen Schaden an. ARD und ZDF zeigen um den ersten Jahrestag der Naturkatastrophe ein Sonderprogramm.

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Unvorstellbare Wassermassen trafen in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 das Ahrtal. Allein dort starben 134 Menschen, und auch in vielen anderen Regionen besonders in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen richteten die Fluten Mitte Juli katastrophale Schäden an. Zum ersten Jahrestag bringen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mehrere Sendungen dazu. Darunter sind Dokus wie „Die Flut – Chronologie eines Versagens“ (13. Juli) und „Die Flut – Zwischen Wut und Mut“ (14. Juli) sowie eine Spezialausgabe der Talkshow „Markus Lanz“ und ein Gottesdienst aus Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Im Detail: Das Erste plant am 13. Juli zur besten Sendezeit (20.15 Uhr) den Film „Die Flut – Chronologie eines Versagens“ von Judith Brosel, Kai Diezemann, Torsten Reschke und Marko Rösseler. Das Autorenteam von SWR und WDR begab sich dafür auf Fehlersuche: „Wurden frühzeitige meteorologische Warnungen nicht ernstgenommen? Warum versandeten wichtige Informationen auf ihrem Weg durch die Behörden, wo waren die zuständigen Landespolitiker…?“

Das ZDF bringt hingegen schon diesen Dienstag um 20.15 Uhr die Doku „ZDFzeit: Nach der Flut – Eva Brenner hilft an der Ahr“ von Constanze Viaene. Der Film begleitet drei Familien im Ahrtal, deren Leben von der Flut auf den Kopf gestellt wurde. Danach (5. Juli, 21 Uhr) gibt es außerdem ein „frontal spezial: Die große Flut – Katastrophe ohne Konsequenzen?“.

Einige Tage später (Sonntag, 10. Juli, 18.30 Uhr) bringt das ZDF eine spezielle Ausgabe seines Wissensmagazins „Terra Xpress“ – Titel: „Wenn die Flut kommt – Leben mit dem Wasser“.

Am 14. Juli (22.15 Uhr) hat das ZDF dann den Film „Die Flut – Zwischen Wut und Mut – Ein Jahr nach dem Hochwasser“ von Gert Anhalt, Christoph Warneck und Christine Gloos im Programm. Im Anschluss (23.15 Uhr) folgt die Talkshow „Markus Lanz: Die Flut – Ein Jahr danach“. Mit dieser Spezialausgabe geht Lanz in seine Sommerpause.

Am Sonntag danach (17. Juli) gibt es im ZDF morgens die Reportage „37°Leben: Ein Jahr nach der Flut“ (9.03 Uhr) und dann (9.30 Uhr) einen katholischen Gottesdienst aus der Sankt-Laurentius-Kirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler: „Ein Jahr nach der Flut: Zusammenhalten!“

Bildquelle:

  • df-ARDZDF: ZDF
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28 Kommentare im Forum

  1. Hätten sie die Sonderprogramme vorher gebracht, hätte das mehr geholfen. Meine DWD App warnte seit Sonntag, mit zunehmender Eindringlichkeit, aber Medien und Politik haben das weitestgehend ignoriert. Die Warnungen im Wetterbericht waren viel harmloser, als die Warnungen die die App des deutschen Wetterdienstes aussprach. Ich frage mich woher diese Unterschiede in der Einschätzung der Lage kamen? Wir waren hier mitten in dem Streifen mit den stärksten Niederschlägen, und das hat die DWD App auch genau so vorhergesagt, und das schon 4 Tage vorher. Das ist der Punkt den ich nicht verstehe. Ich nutze die App seit vielen Jahren, und habe nie zuvor so eindringliche Warnungen erhalten. Wieso wurde das nirgends ernst genommen? Meine Eltern hatten an dem Tag einen Termin in einer Klinik, dort wurde um 11:Uhr vormittags das gesamte Wartezimmer nach Hause geschickt und alle weiteren Termine abgesagt, wegen einer Wetterwarnung für den Nachmittag. Es gab also überall Warnungen, warum hat die in der großen Politik niemand ernstgenommen? Ich sehe eine klare Schuld bei der Politik und bei unseren Medien. Eine rechtzeitige Warnung hätte viele Menschenleben retten können. Die ist aber nicht im nötigen Umfang erfolgt. Während hier die Straße schon metertief unter Wasser stand, und die Feuerwehr schon Menschen mit Schlauchboot aus den Autos rettete, gab es im WDR noch nicht einmal eine Sondersendung oder Warnung im Radio! Etwa 2015 war ich in Indien zur Zeit des Monsums unterwegs. Ich wurde morgens wach, und auf meinem Handy war ein großes rotes Dreieck, mit einem Hinweistext "severe weather warning", danach kamen Handlungsanweisungen. An dem Tag sind in der Stadt 80 Menschen gestorben bei Überflutungen. Warum haben wir nicht so ein Warnsystem? Ich hoffe mal die Fehler und Versäumnisse seitens Politik und Medien werden in den Sondersendungen auch thematisiert. Nur so kann man daraus lernen!
  2. Man kann aus vielen Gründen nicht genau vorhersagen wo genau welches Wetter kommt. Ein Tornado bildet sich unter bestimmten Voraussetzungen innerhalb Minuten oder auch nicht. Köln: Panikmache zu Unwetter? Macht lieber weiter so - Kommentar
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