[Interview] „Falling Skies“-Star Wyle: „Ich war erleichtert“

4
31
Bild: Destina - Fotolia.com
Bild: Destina - Fotolia.com
Anzeige

In dem von Steven Spielberg produzierten Action-Spektakel „Falling Skies“ spielt der US-Schauspieler Noah Wyle („Emergency Room“) einen Geschichtsprofessor, der mit einer Hand voll Kämpfer die Menschen vor feindlichen Aliens schützen muss.

Anzeige

Herr Wyle, der US-Start von „Falling Skies“ war mit fast sechs Millionen Zuschauern sehr erfolgreich. Waren Sie damit zufrieden?

Noah Wyle: Ich war erleichtert. Wir haben eher ungeduldig die ersten Zahlen aus Los Angeles erwartet und die haben mir dann den Nachmittag versüßt. Ich hatte zwar hohe Erwartungen, aber es war im Nachhinein gut zu hören, dass wir nicht so weit am Ziel vorbei geschossen sind.

Sechs Jahre nach der Arztserie „Emergency Room“ sind Sie in die Serienwelt zurückgekehrt – allerdings in ein komplett anderes Genre. Warum die Sci-Fi-Rolle?

Wyle: Das hatte mehrere Gründe: Zum einen war es die Arbeit mit Steven Spielberg und Dreamworks, mit denen ich bereits zuvor gut zusammengearbeitet hatte. Dann das neue Genre mit einem sehr dynamischen, sehr physischen Charakter und schließlich wollte ich – auch wenn es kitschig klingt – etwas machen, was mich in den Augen meines achtjährigen Sohnes heldenhaft aussehen lässt.

In der Serie wurde viel mit Computertechnik gearbeitet. Oft spielten Sie ganz alleine nur vor einem grünen Hintergrund, um später mit dem Computer Effekte einfügen zu können. Wie war das für Sie?

Wyle: Ich hatte schon vorher mit „Greenscreens“ gearbeitet, aber noch nicht in dem Ausmaß. Es war eine Herausforderung, auf Dinge zu reagieren, die gar nicht da waren – in der Hoffnung, dass es angemessen aussieht, wenn die Digitalabteilung ihre Arbeit gemacht hat.
 
Wie haben Sie sich auf die Rolle vorbereitet?

Wyle: Ich habe gelernt, Motorrad zu fahren, mein Geschichtswissen aufgefrischt und leider nicht genug Sport gemacht. Das konnte ich zunächst auch gut damit begründen, dass mein Charakter eher ein Büchermensch ist und daher ruhig außer Form und langsam sein konnte. Und so kam es dann am Set auch.
 
Ein Geschichtsprofessor, der physisch gar nicht nach einem Helden aussieht, ist Mittelpunkt der Geschichte. Glauben Sie, dass sich das Image des muskulösen Superhelden in Richtung cleverer Denker ändert?

Wyle: Wir erfinden nichts neu. Die Rolle erinnert mich eher an Filme mit James Stewart, Henry Fonda oder Gregory Peck – alles große und schlaksige Typen. Aber vielleicht hat es dieses Heldenimage lange nicht mehr gegeben.
 
Was macht „Falling Skies“ zu einer typischen Spielberg-Produktion?


Wyle: Seine Mitwirkung in allen Bereichen: Als Produzent ist er ans Set gekommen, während wir den Pilotfilm gedreht haben. Er hat Einstellungsvorschläge gemacht, Szenen begutachtet, später die Aliens und Raumschiffe mit den Grafikern gestaltet. Wie ich gehört habe, bearbeitet er soeben noch die letzte Folge und verbessert Winzigkeiten. Er bereichert einfach jeden einzelnen Teil des Prozesses.
 
Herr Wyle, vielen Dank für das Gespräch.
 
DIGITAL FERNSEHEN präsentiert Ihnen an dieser Stelle jedenSonntag ein Star-Interview der Woche mit Prominenten aus Film undFernsehen. Lesen Sie hier das Gespräch der Vorwoche mit Hollywood-Star Cameron Diaz.„Falling Skies“-Premiere in München
INTERVIEWs im Überblick
[Interview: Anna Martinsohn]

Das Interview gibt die Meinung des Interviewpartners wieder. Diese muss nicht der Meinung des Verlages entsprechen. Für die Aussagen des Interviewpartners wird keine Haftung übernommen.

Bildquelle:

  • Inhalte_Fernsehen_Artikelbild: Destina - Fotolia.com
Anzeige

4 Kommentare im Forum

  1. AW: [Interview] "Falling Skies"-Star Wyle: "Ich war erleichtert" nach nunmehr drei gesehenen folgen bin ich sehr enttäuscht von der serie. nur klischees, nichts neues und langeweile pur. wird zeit, daß the walking dead in die zweite staffel startet.
  2. AW: [Interview] "Falling Skies"-Star Wyle: "Ich war erleichtert" Also mir hat die zweite Folge um einiges besser gefallen als die erste. Des Weiteren denke ich dass man Falling Skies und The Walking Dead nicht wirklich miteinander vergleichen kann... Außerdem kennt man die Charaktäre bei TWD schon viel besser, da man schon mehrere Folgen gesehen hat, ein Vergleich ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unfair. Falling Skies richtet sich ganz klar an die ganze Familie, während The Walking Dead eher was für Erwachsene ist Diese Michelle bringt hoffentlich frischen Wind in die Besetzung ... Bin mal auf die nächste Folge gespannt
  3. AW: [Interview] "Falling Skies"-Star Wyle: "Ich war erleichtert" Als SF-Fan bin ich etwas enttäuscht. Die ersten beiden Folgen (der deutschen Fassung) von "Falling Skies" waren phasenweise langatmig. Ist aber nicht immer zu vermeiden, um Handlungsstränge aufzubauen. Ich hoffe nur, dass sie sich noch steigert. Dennoch gehört sie zu den "besseren" Serien, die das deutsche TV derzeit ihren Zuschauern anbietet. "Falling Skies" erinnert mich stark an "V - Die außerirdischen Besucher kommen" mit Marc Singer, der als Kameramann in Mittelamerika die Ankunft der "Besucher" erlebt und mit anderen den Widerstand organisiert. Kommt mir manchmal vor, als ob denen in Hollywood und Co. nichts Neues mehr einfällt als Remakes von Klassikern mit heutigen technischen Möglichkeiten und ein bischen auf Modern getrimmt zu produzieren (siehe z.B. "Krieg der Welten" = Spielfilm - keine Serie!). Fehlt nur - das mal angedachte - Remake der guten alten Orion. Werde dann wohl das Bügeleisen vermissen...
Alle Kommentare 4 im Forum anzeigen

Kommentieren Sie den Artikel im Forum