Kritik an Lanz für „Propaganda“-Formulierung – ZDF ordnet ein

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Markus Lanz
© obs/ZDF/Juliane Werner
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Moderator Markus Lanz hat für eine Formulierung in seiner ZDF-Talkrunde Kritik im Netz auf sich gezogen – er hatte diese zugleich noch im Gesprächsverlauf wieder zurückgezogen.

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ZDF-Kriegsreporterin Katrin Eigendorf berichtete in der am Dienstagabend ausgestrahlten Sendung von ihren eigenen Eindrücken von den Gräueltaten in dem ukrainischen Ort Butscha. Journalisten seien von ukrainischer Seite dorthin geführt worden. Lanz äußerte in dem Kontext, man werde dann auch Teil in dem Falle der „ukrainischen Propaganda“. Eigendorf antwortete, dass sie das nicht so bezeichnen würde. Lanz warf dann sofort ein: „Propaganda ist der falsche Begriff.“

Auf Twitter kam Kritik an seiner Wortwahl auf. Das ZDF teilte am Mittwoch auf Anfrage mit: „Im Schaltgespräch mit ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf über ihre Eindrücke aus Butscha stellte Markus Lanz unter anderem die Frage, an welcher Stelle Journalistinnen und Journalisten bei der von dem ukrainischen Innenministerium geführten Tour durch Butscha auch als ‚Teil des Geschehens‘ miteinbezogen werden könnten.“ Lanz habe in der Folge sofort eingeräumt, dass Propaganda der falsche Begriff sei.

Von dem öffentlich-rechtlichen Sender hieß es weiter: „Die Kritik im Netz an dieser in der Sendung sofort wieder zurückgenommenen Formulierung übersieht, dass es ein informatives und differenziertes Gespräch über das grausame Gesicht des Krieges und über die Bilder war, die als Ausschnitte der Kriegsrealität immer akribisch verifiziert werden müssen.“

Bildquelle:

  • lanz: obs/ZDF/Juliane Werner
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20 Kommentare im Forum

  1. Krieg besteht zu einem nicht unerheblichen Teil aus Propaganda. Und natürlich wird man da als Journalist mit rein gezogen. Ohne die Geschehnissen zu verharmlosen, Teile der Ukrainischen Kämpfer sind auch keine Unschuldslämmer, was Kriegsvebrechen betrifft. Das diese nicht im Ukrainischen TV laufen, dürfte auch klar sein. Immer abwarten, was unabhängige Beobachter mitteilen, sofern es überhaupt möglich ist. Nicht umsonst steht bei jeder Meldung aus dem Kriegsgebiet "kann nicht unabhängig geprüft werden". Das derzeit eine sehr einseitige Berichterstattung stattfindet und das natürlich auch von der Ukraine ausgenutzt wird, dürfte klar sein. Sie sind im Krieg. Und da sind nun mal alle Mittel recht. LEIDER
  2. Deine Formulierung ist auch sehr pro Russland und einseitig, als wäre Putin und seine Schergen heilige Lämmer und machen doch nichts. Natürlich werden sich auch Ukrainische Soldaten verantworten müssen, bei denen es nachweisbar ist das diese Gräultaten getan haben. Man muss aber auch sehen, dass Russland der Aggressor ist und die Ukraine sich im eigenen Land gegen den Feind verteidigt.
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